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PNC-27 (PNC-27 Anti-cancer Peptide) Deus Medical 5 mg

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Beschreibung

Was ist PNC-27 (Anti-Cancer Peptide) von Deus Medical?

PNC-27 von Deus Medical ist ein synthetisches chimäres Peptid (MW ~3.500 Da, 32 Aminosäuren), das aus 2 funktionellen Domänen zusammengesetzt ist: einer p53-homologen Sequenz (Aminosäuren 12–26 der p53-Transaktivierungsdomäne) und einer HDM-2-Leadersequenz (Aminosäuren 1–13 von HDM-2/MDM2), das von Dr. Matthew Pincus und Kollegen am SUNY Downstate Medical Center (State University of New York, Brooklyn) entwickelt wurde und auf dem Prinzip der selektiven Bindung an membranassoziiertes MDM2 (HDM-2) basiert, das ausschließlich auf der Plasmamembran maligner Tumorzellen – nicht auf normalen Körperzellen – exprimiert wird. In präklinischen Zellkulturstudien induziert PNC-27 durch diese selektive Bindung die Bildung von Membranporen in Tumorzellmembranen, was zu direkter Zellnekrose führt. Jedes Vial von Deus Medical enthält 5 mg lyophilisiertes PNC-27-Pulver für Forschungszwecke.

⚠️ Ausschließlich für wissenschaftliche Grundlagenforschung: PNC-27 ist kein Krebsmedikament und keine Krebstherapie. Alle Daten stammen aus in-vitro-Experimenten und Tiermodellen. Keine klinischen Phase-I-, Phase-II- oder Phase-III-Studien an Menschen liegen vor. Die Anwendung am Menschen außerhalb genehmigter klinischer Studien ist nicht indiziert.

Technische Spezifikationen von PNC-27 5mg (Deus Medical)

Parameter Wert
Hersteller Deus Medical
Wirkstoff PNC-27 (chimäres Peptid: p53-Residuen 12–26 + HDM-2-Leadersequenz Residuen 1–13)
Peptidklasse Zelldurchdringendes Peptid (CPP); p53-mimetische Sequenz; MDM2-Antagonist
Entwicklung Dr. Matthew Pincus, SUNY Downstate Medical Center, Brooklyn (NY), ca. 2000er Jahre
Molekulargewicht ~3.500 Da (32 Aminosäuren, chimäre Sequenz)
Inhalt pro Vial 5 mg lyophilisiertes Pulver
Zielstruktur Membranassoziiertes MDM2 (HDM-2) auf der Plasmamembran maligner Zellen
Wirkprinzip Selektive Membranporenentstehung → direkte Tumorzellnekrose (nicht Apoptose)
Tumorselektivität Selektiv für maligne Zellen mit membranassoziiertem MDM2; normale Zellen (kein membranassoziiertes MDM2) unbeeinflusst in präklinischen Studien
Forschungsstatus Ausschließlich präklinisch (in vitro + Tiermodelle); keine klinischen Humanstudien
Untersuchte Tumorentitäten Pankreaskarzinom, Mammakarzinom, Lungenkarzinom (präklinisch)
Rekonstitution 5 mg + 2,5 ml bakteriostatisches Wasser → 2 mg/ml (2.000 µg/ml)
Lagerung –20 °C lyophilisiert empfohlen; 2–8 °C rekonstituiert, bis 7 Tage aufbrauchen

Wirkmechanismus: p53-HDM-2-Bindung, membranassoziiertes MDM2 und tumorselektive Nekrose

Der Wirkmechanismus von PNC-27 basiert auf der tumorspezifischen Expression von membranassoziiertem MDM2 (HDM-2) als einzigartigen Unterschied zwischen malignen und normalen Zellen, der durch die chimäre Peptidstruktur ausgenutzt wird.

Biologischer Hintergrund: MDM2 als Tumorsuppressor-Regulator

MDM2 (Mouse Double Minute 2, beim Menschen HDM-2) ist eine Ubiquitin-E3-Ligase, die den Tumorsuppressor p53 unter normalen Bedingungen durch Ubiquitinierung für den proteasomalen Abbau markiert und damit seine Konzentration in der Zelle niedrig hält. In Tumorzellen ist MDM2 in ~50 % aller Krebsentitäten überexprimiert – dies hemmt die p53-vermittelte Wachstumsstopp- und Apoptose-Induktion und trägt zur unkontrollierten Zellproliferation bei. Der für PNC-27 entscheidende Befund: In malignen Zellen findet sich MDM2 nicht nur im Zellkern und Zytoplasma (wie in normalen Zellen), sondern wird zusätzlich an der Plasmamembran (außen) exprimiert – membranassoziiertes MDM2 ist ein tumorzellspezifisches Oberflächenmerkmal.

PNC-27-Wirkmechanismus: p53-HDM-2-Bindung → Membranporen → Nekrose

PNC-27 enthält die p53-Transaktivierungsdomänen-Sequenz (Residuen 12–26), die in der physiologischen p53-MDM2-Interaktion die Bindungsstelle an MDM2 bildet – genau derselbe Sequenzbereich, den MDM2 erkennt und an den es zur p53-Ubiquitinierung bindet. Das Peptid imitiert diese p53-Bindungssequenz und bindet dadurch mit hoher Affinität an das membranassoziierte MDM2 auf der Tumorzell-Außenmembran. Die angefügte HDM-2-Leadersequenz (Residuen 1–13) verleiht dem Peptid die Membranpenetrations-Eigenschaften eines zelldurchdringenden Peptids (CPP). Nach Bindung an membranassoziiertes MDM2 oligomerisieren mehrere PNC-27-Moleküle in der Lipiddoppelschicht und bilden Membranporen mit einem Durchmesser von ~3–5 nm. Diese Poren destabilisieren das Membranpotential, ermöglichen unkontrollierten Ionen- und Wassereinstrom und führen innerhalb von 4–8 Stunden nach Behandlung zu direkter Zellnekrose – nicht Apoptose. Der Nekrose-Mechanismus (passiver osmotischer Zelltod) ist pharmakologisch relevant, da er keine intakten Caspase-Kaskaden erfordert, die in vielen Tumorzellen durch Anti-Apoptose-Mutationen (Bcl-2-Überexpression, Caspase-Mutationen) inaktiviert sind.

Tumorselektivität: Normale Zellen bleiben in präklinischen Studien unbeeinflusst, weil sie kein membranassoziiertes MDM2 auf ihrer Außenmembran exprimieren. PNC-27 findet keinen Bindungspartner auf normalen Zellmembranen und kann daher dort keine Poren bilden. In Zellkultur-Experimenten (Pincus et al.) zeigte PNC-27 selektiven Tumorzell-Zelltod bei Koinkubation mit normalen Fibroblasten oder Epithelzellen: Tumorzellen (Pankreaskarzinom-Linien MiaPaCa-2, Panc-1) starben in >85 % der Fälle; normale Pankreas-Duktusepithelzellen zeigten <5 % Zelltod unter identischen Bedingungen.

Untersuchte Tumorentitäten und präklinische Befunde

PNC-27 wurde in 3 Haupttumorentitäten präklinisch untersucht: Pankreaskarzinom, Mammakarzinom und Lungenkarzinom, mit den stärksten In-vitro-Daten für das Pankreaskarzinom. Alle Befunde sind aus Zellkultur- und Tiermodellstudien; keine klinischen Humanstudien liegen vor.

Pankreaskarzinom (stärkste präklinische Datenlage)

Pankreaskarzinomzellen (insbesondere MiaPaCa-2 und Panc-1-Zelllinien) zeigen eine ausgeprägte Expression von membranassoziiertem MDM2 und reagieren besonders sensitiv auf PNC-27. In Pincus et al. (Journal of Surgical Research, 2003) induzierte PNC-27 in MiaPaCa-2-Pankreaskarzinomzellen bei einer Konzentration von 10 µM nach 24 Stunden Nekrose in 88 % der behandelten Zellen. Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) der behandelten Zellen zeigte sichtbare Membranporen mit einem Durchmesser von ~3–5 nm, was die mechanistische Hypothese der porenbasierten Nekrose direkt visualisiert. Normale Pankreas-Duktusepithelzellen (HPDE-Zellen) zeigten unter denselben Bedingungen 4,2 % Zelltod – eine >20-fache Selektivität für maligne gegenüber normalen Zellen in diesem Modell.

Mammakarzinom

In Mammakarzinom-Zelllinien (MCF-7, MDA-MB-231) mit hoher MDM2-Expression reduzierte PNC-27 die Zellviabilität nach 48 Stunden bei 5–15 µM auf 15–25 % der Kontrolle (75–85 % Tumorzellreduktion) in mehreren unabhängigen In-vitro-Experimenten. Normale Brustepithelzellen (MCF-10A) zeigten unter denselben Konzentrationsbedingungen eine Viabilität von >90 %, was die MDM2-Expression der Tumorzellmembran als Selektivitätsmerkmal bestätigt. In einem xenograft-Mausmodell (MCF-7-Tumoren in immundefizienten Mäusen) verlangsamte systemische PNC-27-Gabe das Tumorwachstum signifikant, ohne sichtbare Toxizität an normalen Geweben zu verursachen.

Lungenkarzinom und weitere Tumorentitäten

Für Lungenkarzinom-Zelllinien (A549, H1299) zeigten frühe In-vitro-Daten PNC-27-Sensitivität bei Zellen mit MDM2-Überexpression: Zelltod 60–75 % nach 48 Stunden bei 10 µM. Wichtig: PNC-27-Sensitivität korreliert mit dem Grad der membranassoziierten MDM2-Expression und ist daher tumorzelllinienspezifisch – Tumorzellen mit niedriger MDM2-Membranoberflächenexpression antworten schwächer. In p53-mutierten Zellen (in denen endogenes p53 nicht funktionsfähig ist) wirkt PNC-27 dennoch, da es nicht die intrazelluläre p53-Funktion, sondern ausschließlich membranassoziiertes MDM2 als Bindungspartner benötigt – ein pharmakologischer Vorteil gegenüber konventionellen p53-aktivierenden Ansätzen, die intaktes p53 voraussetzen.

PNC-27 vs. andere MDM2-Inhibitoren und p53-Reaktivierungs-Ansätze: Forschungskontext

PNC-27 im Forschungskontext anderer antitumoraler Mechanismusklassen:

Ansatz Zielstruktur Wirkprinzip p53-Status erforderlich? Klinischer Status Tumorselektivität
PNC-27 (dieses Produkt) Membran-MDM2 (Zelloberfläche) Membranporen → Nekrose Nein (funktioniert auch bei mutiertem p53) Nur präklinisch Sehr hoch (>20-fach in vitro)
Nutlin-3/Idasanutlin (RG7388) MDM2 (intrazellulär, p53-Bindungstasche) MDM2-p53-Interaktion hemmen → p53-Stabilisierung Ja (wilde-Typ-p53 erforderlich) Klinische Phase I/II Moderat (MDM2-überexprimierende Tumoren)
APR-246/Eprenetapopt Mutiertes p53 (Gain-of-Function) p53-Refolding → Apoptose-Induktion Mutiertes p53 erforderlich Klinische Phase III (MDS) Moderat
Thymosin Alpha-1 10mg – Deus Medical TLR2/TLR9 (Immunzellen) Immunmodulation, NK-Zell-Aktivierung, IFN-γ-Induktion Nicht relevant Zugelassen (Zadaxin®, 35+ Länder) Indirekt (Immunsystem-vermittelt)
Epithalon 10mg – Deus Medical hTERT-Promoter, Zirbeldrüse Telomerase-Aktivierung, Anti-Aging Nicht relevant Präklinisch + Khavinson-Humanstudien Zellalterungsmodulation

4 dokumentierte präklinische Eigenschaften von PNC-27

PNC-27 zeigt in präklinischen Studien 4 molekularbiologisch und pharmakologisch dokumentierte Eigenschaften: tumorzellselektive Nekrose-Induktion durch Membranporen-Bildung, Wirksamkeit unabhängig vom p53-Mutationsstatus, fehlende Toxizität in normalen Zellen in vitro sowie In-vivo-Tumorwachstumshemmung in Xenograft-Tiermodellen.

1. Tumorzellselektive Membranporenbildung und Nekrose in vitro

PNC-27 induziert selektive Nekrose in MDM2-membranexprimierenden Tumorzellen durch Porenbildung in der Plasmamembran. In Pincus et al. (Journal of Surgical Research, 2003 und Cancer Biology & Therapy, 2008) erreichte PNC-27 bei einer Konzentration von 10 µM in Pankreaskarzinom-Zelllinien (MiaPaCa-2) innerhalb von 24 Stunden 88 % Nekrose. Transmissionselektronenmikroskopie-Bilder der behandelten Zellen zeigten Membranporen mit einem Durchmesser von 3–5 nm, Ionen- und Flüssigkeitseinstrom sowie typische nekrotische Zellschwellung (Onkose) ohne die für Apoptose charakteristischen Merkmale (Chromatinkondensation, apoptotische Körperchen, Caspase-Aktivierung).

2. Wirksamkeit bei mutiertem p53 – Vorteil gegenüber anderen MDM2-Inhibitoren

Der pharmakologisch bedeutsamste Unterschied zwischen PNC-27 und konventionellen MDM2-Inhibitoren (Nutlin-3, Idasanutlin): PNC-27 wirkt unabhängig vom p53-Mutationsstatus der Tumorzelle. Nutlin-3 und ähnliche MDM2-p53-Interaktionshemmer erfordern funktionsfähiges wilde-Typ-p53 – da p53 in ~50 % aller humanen Tumoren mutiert ist (mit funktionellem Verlust), versagen diese Ansätze bei p53-mutierten Krebsentitäten vollständig. PNC-27 benötigt p53 nicht: Es bindet ausschließlich membranassoziiertes MDM2 auf der Zellmembran als Anker für die Porenbildung. In vergleichenden In-vitro-Experimenten zeigte PNC-27 vergleichbare Zytotoxizität in p53-Wildtyp-Tumorzellen (MiaPaCa-2, wilde-Typ-p53) und p53-mutierten Tumorzellen (MDA-MB-231, mutiertes p53 R280K), während Nutlin-3 nur in p53-Wildtyp-Zellen wirkte.

3. Keine nachweisbare Toxizität in normalen Zellen in vitro

In allen publizierten In-vitro-Studien zu PNC-27 zeigten normale, nicht-maligne Zellen (primäre Fibroblasten, HPDE-Pankreas-Duktusepithelzellen, MCF-10A-Brustepithelzellen) ≤5 % Zelltod bei PNC-27-Konzentrationen von 10–15 µM – Konzentrationen, bei denen >80–88 % der Tumorzellen starben. Diese >15-fache therapeutische Selektivität in vitro ist pharmakologisch bemerkenswert für eine nekrose-induzierende Substanz, da Nekrose-Induktoren normalerweise unspezifisch auf alle Zelltypen wirken. Die Selektivität ist mechanistisch vollständig auf die exklusive Expression von membranassoziiertem MDM2 auf Tumorzell-Außenmembranen zurückzuführen.

4. Tumorwachstumshemmung in Xenograft-Tiermodellen in vivo

In Xenograft-Mausmodellen (MCF-7-Mammakarzinom, MiaPaCa-2-Pankreaskarzinom in immundefizienten NOD/SCID-Mäusen) hemmte systemische PNC-27-Gabe (intraperitoneale Injektion, 2–5 mg/kg, 3×/Woche) das Tumorvolumenwachstum um 55–70 % gegenüber Placebo-Kontrollen über 4 Wochen. Histologische Analyse des Tumorgewebes bestätigte ausgedehnte Nekrosezonen mit intakten perivaskulären normalen Stromazellen, was die In-vitro-Selektivität in einem In-vivo-Modell bestätigt. Systemische Toxizitätszeichen (Gewichtsverlust, Organhistologie) wurden in diesen Tiermodell-Studien nicht beobachtet – wobei ausdrücklich gilt, dass Tiermodell-Befunde nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind und keine klinischen Studien vorliegen.

Technische Anwendungshinweise für Forschungslabore

Rekonstitutions-Empfehlung für Laboranwendungen:

  • 5 mg PNC-27 + 2,5 ml sterilem PBS (pH 7,4) oder bakteriostatischem Wasser → 2 mg/ml (2.000 µg/ml) Stammlösung
  • Für In-vitro-Zellkulturexperimente: Stammlösung mit Zellkulturmedium auf Arbeitskonzentrationen 1–20 µM verdünnen
  • MW ~3.500 Da: 10 µM ≈ 35 µg/ml Arbeitskonzentration in Zellkulturexperimenten
  • Lagerung Stammlösung: –20 °C in Aliquots; Freeze-Thaw-Zyklen minimieren (max. 3×)
  • Stabilitätsdauer lyophilisiert: bis 24 Monate bei –20 °C; rekonstituiert: 7 Tage bei 4 °C

Den Peptid-Rechner für Molmassen-basierte Konzentrationsberechnungen (µg/ml ↔ µM) verwenden, da präklinische PNC-27-Studien Konzentrationen primär in molaren Einheiten (µM) angeben.

Forschungskontext: PNC-27 und komplementäre immunmodulierende Peptide

In der onkologischen Grundlagenforschung wird PNC-27 häufig in Kombination mit immunmodulierenden Peptiden untersucht, die das Tumor-Immunmikromilieu adressieren. Thymosin Alpha-1 10mg – Deus Medical (TLR2/TLR9→MyD88→IFN-α/β/IL-12→IFN-γ→NK-Zell-Aktivierung) hat über vollständig andere Wirkmechanismen – Immunmodulation statt direkter Tumorzell-Nekrose – sowohl präklinische als auch klinische Belege für antitumorale Aktivität bei Leberkarzinom und NSCLC: In einer Studie verbesserte Thymosin Alpha-1 die 1-Jahres-Überlebensrate bei NSCLC von 36,4 % auf 56,9 %. Für Anti-Aging- und Zellalterungs-orientierte Forschungsprogramme, die Telomerdynamik und oxidativen Stress untersuchen, ist Epithalon 10mg – Deus Medical (hTERT-Telomerase-Aktivierung, Telomerlängenzunahme +33 % in vitro) relevant. Das vollständige Peptid-Sortiment für Forschungszwecke findet sich in den Kategorien Erholung & Anti-Aging und Peptide.

Häufig gestellte Fragen zu PNC-27

Warum wirkt PNC-27 selektiv auf Tumorzellen und nicht auf normale Zellen?

PNC-27 wirkt selektiv auf Tumorzellen, weil sein Bindungspartner – membranassoziiertes MDM2 auf der Zellaußenoberfläche – ausschließlich auf malignen Zellen exprimiert wird; normale Zellen exprimieren MDM2 nur intrazellulär (im Nukleus und Zytoplasma), nicht auf der Plasmamembran-Außenseite. Ohne Bindungspartner auf der normalen Zellmembran kann PNC-27 dort nicht ankern und keine Poren bilden. Diese Tumorselektivität wurde in präklinischen Zellkulturen mit >15-facher Differenz zwischen Tumorzell-Nekrose (>80 %) und normaler Zell-Toxizität (≤5 %) dokumentiert. Ob diese In-vitro-Selektivität vollständig in klinische Humananwendungen übertragbar ist, kann ohne kontrollierte Humanstudien nicht bestätigt werden.

Warum wirkt PNC-27 auch bei p53-mutierten Tumoren?

PNC-27 benötigt funktionsfähiges p53 nicht, weil es membranassoziiertes MDM2 auf der Tumorzell-Außenmembran als Anker verwendet – nicht intrazelluläres p53 als Signalmolekül. Die p53-Sequenz (Residuen 12–26) in PNC-27 dient ausschließlich als MDM2-Bindungsdomäne (da MDM2 natürlich an diese p53-Sequenz bindet), nicht als funktionelles p53-Mimetikum für intrazelluläre Transkription. In p53-mutierten Tumorzellen, in denen konventionelle MDM2-Inhibitoren wie Nutlin-3 vollständig unwirksam sind, zeigte PNC-27 in vergleichenden In-vitro-Experimenten vergleichbare Zytotoxizität wie in p53-Wildtyp-Tumorzellen.

Was ist der Unterschied zwischen Nekrose und Apoptose, und warum ist Nekrose bei PNC-27 pharmakologisch vorteilhaft?

Nekrose ist passiver osmotischer Zelltod durch Membranintegritätsverlust (Ioneneinstrom → Zellschwellung → Ruptur), während Apoptose aktiver, energie- und caspase-abhängiger programmierter Zelltod ist – PNC-27-induzierte Nekrose umgeht alle anti-apoptotischen Resistenzmechanismen, die Tumorzellen durch Bcl-2-Überexpression oder Caspase-3/7-Inaktivierung entwickeln. Viele Tumorentitäten entwickeln Resistenz gegen konventionelle Chemotherapeutika, die Apoptose induzieren (Cisplatin, Taxane), durch Überexpression von Anti-Apoptose-Proteinen (Bcl-2, Bcl-xL, IAP-Familie) oder Inaktivierung von Caspasen. PNC-27-induzierte Nekrose durch Membranporen erfordert keine Caspase-Aktivierung und wird durch Bcl-2-Überexpression nicht gehemmt – ein theoretischer Vorteil in chemotherapie-resistenten Tumorzelllinien, der in präklinischen Resistenzmodellen untersucht, aber noch nicht klinisch bestätigt ist.

Gibt es klinische Humanstudien mit PNC-27?

Nein – zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen keine publizierten kontrollierten klinischen Phase-I-, II- oder III-Studien mit PNC-27 am Menschen vor. Alle verfügbaren Daten stammen aus In-vitro-Zellkulturexperimenten und In-vivo-Xenograft-Mausmodellen. PNC-27 befindet sich im präklinischen Forschungsstadium. Die fehlende klinische Datenlage bedeutet, dass Wirksamkeit, Sicherheit, pharmakokinetische Parameter (Bioverteilung, Halbwertszeit in vivo beim Menschen, Metabolismus), optimale Dosierung und Nebenwirkungsprofil beim Menschen nicht charakterisiert sind. PNC-27 von Deus Medical ist ausschließlich für wissenschaftliche Grundlagenforschung bestimmt.

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