Beschreibung
Was ist HMG (Human Menopausal Gonadotropin) von Deus Medical?
HMG (Human Menopausal Gonadotropin) von Deus Medical ist ein duales Gonadotropin-Präparat, das aus equimolaren Anteilen von follikelstimulierendem Hormon (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) besteht – gewonnen und gereinigt aus dem Urin postmenopausaler Frauen, in deren Hypophyse diese Gonadotropine nach dem Ende der ovariellen Aktivität in erhöhter Konzentration produziert werden. HMG stimuliert beim Mann direkt die Hoden auf 2 parallelen Pfaden: LH aktiviert die Leydig-Zellen zur endogenen Testosteronproduktion, FSH aktiviert die Sertoli-Zellen zur Spermatogenese und Inhibin-B-Sekretion.
Jedes Vial von Deus Medical enthält 1,5 mg lyophilisiertes HMG-Pulver, was einer biologischen Aktivität von 75 IU FSH + 75 IU LH entspricht – die international standardisierte Dosierungseinheit für klinische Gonadotropin-Therapie.
Technische Spezifikationen von HMG Deus Medical
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Deus Medical |
| Wirkstoff | Human Menopausal Gonadotropin (HMG) |
| Zusammensetzung | 75 IU FSH + 75 IU LH pro Vial |
| Gesamtmenge | 1,5 mg lyophilisiertes Pulver |
| Packungsinhalt | 1 Vial pro Schachtel |
| Darreichungsform | Lyophilisiertes Pulver zur subkutanen oder intramuskulären Injektion |
| Halbwertszeit (LH-Komponente) | ~20 Minuten (biologisch aktiv bis 60 Min.) |
| Halbwertszeit (FSH-Komponente) | ~3–4 Stunden |
| Applikationsfrequenz | 2–3× wöchentlich |
| Lagerung | 2–8 °C (Kühlschrank), lyophilisiert bis 24 Monate stabil |
Wirkmechanismus: Wie stimuliert HMG die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse?
HMG stimuliert die Hodenfunktion durch 2 parallele und komplementäre hormonelle Pfade: Die LH-Komponente bindet an LH-Rezeptoren auf den Leydig-Zellen des Hodens, aktiviert die cAMP-Signalkaskade und induziert die Expression des StAR-Proteins (Steroidogenic Acute Regulatory Protein), das die Cholesterol-zu-Pregnenolon-Konversion als ersten und geschwindigkeitslimitierenden Schritt der endogenen Testosteronbiosynthese steuert. Die FSH-Komponente bindet zeitgleich an FSH-Rezeptoren auf den Sertoli-Zellen, aktiviert die Spermatogenese und stimuliert die Produktion von Androgen-Bindeprotein (ABP) sowie Inhibin-B, das als negativer Feedback-Regulator der hypophysären FSH-Sekretion wirkt.
Dieser duale Mechanismus unterscheidet HMG fundamental von HCG (Humanes Choriongonadotropin): HCG besitzt ausschließlich LH-ähnliche Aktivität und stimuliert daher nur die Testosteronproduktion über Leydig-Zellen, ohne die FSH-abhängige Spermatogenese zu adressieren. HMG ist damit das einzige Gonadotropin-Präparat, das sowohl Testosteronproduktion als auch Spermatogenese gleichzeitig wiederherstellt.
HMG vs. HCG: Der entscheidende Unterschied für die PCT
Rezeptor-Selektivität und klinische Konsequenzen im Vergleich:
| Parameter | HCG | HMG (Deus Medical) |
|---|---|---|
| LH-Rezeptor-Aktivität | Stark (LH-Analogon) | Stark (natives LH) |
| FSH-Rezeptor-Aktivität | Keine | Stark (natives FSH) |
| Testosteronproduktion | Stimuliert | Stimuliert |
| Spermatogenese | Nicht adressiert | Direkt stimuliert |
| Hodenatrophie-Reversal | Partiell (Volumen) | Vollständig (Volumen + Funktion) |
| Östrogenkonversion-Risiko | Erhöht (starke LH-Stimulation) | Geringer (physiologischere Dosierung) |
| Desensibilisierungsrisiko | Bei Langzeitanwendung hoch | Geringer durch FSH/LH-Balance |
Für Anwender, die Fertilität erhalten oder wiederherstellen möchten, ist HMG gegenüber HCG-Monotherapie überlegen. Für reine Testosteronrestitution ohne Fertilitätsziel reicht HCG aus. Die optimale PCT kombiniert beide Wirkstoffe sequenziell oder parallel – ein Protokoll, das in den Absetzen von Steroiden – PCT-Grundlagen detailliert beschrieben wird.
5 dokumentierte Indikationen für HMG in der Post-Cycle-Therapie
HMG adressiert 5 spezifische klinische Konsequenzen suppressive Steroidzyklen, die durch andere PCT-Wirkstoffe wie Nolvadex (Tamoxifen) oder Clomid (Clomifen) alleine nicht vollständig adressiert werden: ausgeprägte Hodenatrophie, supprimierte Spermatogenese, hypogonadotroper Hypogonadismus nach langen Zyklen, HCG-Desensibilisierung der Leydig-Zellen sowie primärer Fertilitätswunsch unter oder nach Steroidanwendung.
1. Hodenatrophie reversieren und Hodenvolumen wiederherstellen
HMG reversiert Hodenatrophie durch simultane LH- und FSH-vermittelte Stimulation beider Hodenzelltypen – Leydig-Zellen (Volumen + Testosteronproduktion) und Sertoli-Zellen (tubuläres Volumen + Spermatogenese). Klinische Studien bei hypogonadotropem Hypogonadismus zeigen eine Hodenvolumenzunahme von 4–8 ml im Durchschnitt nach 6 Monaten kombinierter FSH/LH-Therapie. Der Volumenzuwachs durch FSH-Stimulation des Tubulussystems übersteigt den allein durch HCG erreichbaren Effekt um ~30–40 %, da HCG ausschließlich interstitielles (Leydig-Zell-)Volumen adressiert.
2. Spermatogenese normalisieren nach supprimierenden Steroidzyklen
Anabole Steroide – besonders hochsuppressive Verbindungen wie Trenbolon, Nandrolon Decanoat (Deca Durabolin) und hochdosiertes Testosteron – unterdrücken FSH nahezu vollständig über negativen Feedback auf die Hypophyse, was die Spermatogenese in den Sertoli-Zellen zum Erliegen bringt. HCG-Monotherapie normalisiert LH und stimuliert Testosteron, adressiert jedoch nicht den FSH-Mangel. Die FSH-Komponente von HMG reaktiviert die Spermienmaturierung in den Tubuli seminiferi – der einzige pharmakologische Ansatz zur direkten Spermatogenese-Wiederherstellung bei gonadotroper Suppression.
3. Hypogonadotropen Hypogonadismus nach langen Zyklen überwinden
Nach Zyklen von mehr als 16 Wochen oder nach mehrjähriger kontinuierlicher Steroidanwendung entwickeln manche Anwender einen persistierenden hypogonadotropen Hypogonadismus, bei dem die Hypophyse auch nach Absetzen der Steroide keine ausreichenden FSH- und LH-Mengen produziert. HMG überbrückt diese Lücke durch exogene Gonadotropin-Zufuhr, bis die hypothalamisch-hypophysäre Achse unter Unterstützung von SERMs – Nolvadex (Tamoxifen) oder Clomid (Clomifen) – vollständig regeneriert.
4. HCG-Desensibilisierung der Leydig-Zellen verhindern
Langfristige oder hochdosierte HCG-Anwendung (über 5.000 IU/Woche oder länger als 4 Wochen) führt zur Down-Regulation der LH-Rezeptoren auf Leydig-Zellen – einem paradoxen Effekt, bei dem Leydig-Zellen zunehmend refraktär auf HCG-Stimulation werden. HMG als Alternative oder Ergänzung zu HCG vermeidet dieses Desensibilisierungsrisiko durch die niedrigere und physiologischere LH-Dosierung (75 IU native LH) bei gleichzeitiger FSH-Stimulation, die die Sertoli-Zellen unterstützt und das testikuläre Milieu für Leydig-Zellen günstig erhält.
5. Fertilität erhalten oder wiederherstellen unter Steroidanwendung
Für Anwender mit aktivem Fertilitätswunsch, die gleichzeitig anabole Steroide verwenden oder kürzlich abgesetzt haben, ist HMG das pharmakologisch zielgerichtetste Instrument: FSH stimuliert direkt die Spermatogenese, LH erhält die intrahodenale Testosteronkonzentration auf dem für die Spermienmaturierung erforderlichen Niveau. Der vollständige PCT-Leitfaden mit Informationen zu SERMs und Gonadotropinen findet sich unter Absetzen von Steroiden – PCT-Grundlagen.
Dosierung und PCT-Protokolle mit HMG
HMG dosieren Anwender in der PCT typischerweise mit 75–150 IU (1–2 Vials) subkutan oder intramuskulär, 2–3× wöchentlich über einen Zeitraum von 3–6 Wochen, beginnend in der letzten Woche des Steroidzyklus oder unmittelbar nach dem letzten injizierbaren Depot-Steroid.
| Protokoll-Typ | HMG-Dosis | Frequenz | Dauer | Kombination |
|---|---|---|---|---|
| Standard-PCT (kurze Zyklen ≤12 Wo.) | 75 IU | 2× wöchentlich | 3–4 Wochen | Nolvadex oder Clomid |
| Erweiterte PCT (lange Zyklen >16 Wo.) | 75–150 IU | 3× wöchentlich | 4–6 Wochen | HCG + Clomid |
| Fertilitätserhalt unter Zyklus | 75 IU | 2× wöchentlich | Während gesamtem Zyklus | HCG 500 IU/Wo. |
| Refraktärer Hypogonadismus | 150 IU | 3× wöchentlich | 6–12 Wochen | Enclomiphencitrat |
SERMs wie Nolvadex (Tamoxifen) oder Clomid (Clomifen) immer zeitgleich oder im Anschluss an HMG verwenden, um die endogene hypothalamische GnRH-Pulsatilität wiederherzustellen – sofern die Hypophysen-Hoden-Achse vollständig regeneriert werden soll. Den Wirkstoffvergleich beider SERMs liefert der Artikel Nolvadex vs. Clomid.
4 PCT-Kombinationsprotokolle mit HMG
HMG entfaltet seine stärksten PCT-Effekte in 4 etablierten Kombinationsprotokollen: mit HCG für maximale Leydig-Zell-Stimulation, mit Clomid für HPTA-Achsen-Reaktivierung, mit Enclomiphencitrat als modernere SERM-Alternative sowie als Fertilitätsprotokoll unter aktiver Steroidanwendung.
- HMG + HCG – das vollständigste Gonadotropin-Protokoll für ausgeprägte Hodenatrophie und lange Zyklen: HCG liefert starke LH-ähnliche Stimulation der Leydig-Zellen für schnellen Testosteronanstieg, HMG ergänzt die FSH-Komponente für Sertoli-Zell-Aktivierung und Spermatogenese. Beide Gonadotropine 2–3 Wochen parallel, danach Umstieg auf SERM-Monotherapie.
- HMG + Clomid (Clomifen) – das Standardprotokoll nach kurzen bis mittellangen Zyklen (8–16 Wochen): HMG reaktiviert die Hodenfunktion direkt (Bottom-up), Clomid reaktiviert die hypothalamische GnRH-Pulsatilität und hypophysäre FSH/LH-Sekretion (Top-down). Die kombinierte Bottom-up/Top-down-Strategie normalisiert die HPTA-Achse in 4–6 Wochen. Details: Absetzen von Steroiden – PCT-Grundlagen.
- HMG + Enclomiphencitrat – das modernste PCT-Protokoll mit selektivem Östrogen-Rezeptor-Modulator der zweiten Generation: Enclomiphencitrat besitzt ausschließlich die (E)-trans-Isomer-Aktivität von Clomid ohne das zugestehende (Z)-cis-Isomer (Zuclomiphen), das östrogene Nebenwirkungen verursacht. In Kombination mit HMG ergibt sich ein nebenwirkungsärmeres, hochwirksames PCT-Protokoll für anspruchsvolle Anwender.
- HMG + HCG als Fertilitätsprotokoll unter aktivem Steroidzyklus – für Anwender mit akutem Fertilitätswunsch, die gleichzeitig anabole Steroide verwenden: HCG 500 IU 2× wöchentlich hält die Leydig-Zell-Aktivität aufrecht, HMG 75 IU 2× wöchentlich erhält die Spermatogenese durch FSH-Stimulation der Sertoli-Zellen – ein Protokoll, das in der reproduktionsendokrinologischen Literatur für Männer mit hypogonadotropem Hypogonadismus unter Testosterontherapie validiert ist.
Besonders hoch suppressive Steroide – Wann ist HMG gegenüber HCG-Monotherapie indiziert?
HMG ist gegenüber reiner HCG-PCT besonders bei 3 Szenarien mit ausgeprägter gonadotroper Suppression indiziert: nach Zyklen mit Nandrolon, Trenbolon oder Nandrolon-Trenbolon-Kombinationen, nach Zyklen von mehr als 20 Wochen Länge sowie nach mehrjähriger kontinuierlicher Steroidanwendung ohne PCT-Pausen.
Nandrolon Decanoat (Deca Durabolin) und Trenbolon unterdrücken die HPTA-Achse besonders tief und langanhaltend, da beide Substanzen hohe Progesteron-Rezeptor-Aktivität besitzen und zusätzlich zum androgenem Feedback-Mechanismus über einen separaten progestinergenen Suppressionsweg die GnRH-Pulsatilität hemmen. Nach solchen Zyklen reicht HCG-Monotherapie häufig nicht aus, um die FSH-Sekretion ausreichend zu stimulieren – ein FSH-Defizit, das durch HMG direkt behoben wird.
Einen vollständigen Überblick über die HPTA-Suppression verschiedener Steroide und optimale PCT-Strategien bietet der Artikel Absetzen von Steroiden – PCT-Grundlagen. Die zur PCT erhältlichen SERMs – Nolvadex (Tamoxifen), Clomid (Clomifen) und Enclomiphencitrat – sowie alle weiteren PCT-Substanzen sind in der Kategorie PCT nach dem Zyklus zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen zu HMG (Human Menopausal Gonadotropin)
Wann beginnt man mit HMG nach dem letzten Steroid-Depot?
HMG beginnt man sofort nach der letzten Injektion kurz wirkender Steroide (Testosteron Propionat, Trenbolon Acetat) oder 5–7 Tage nach der letzten Injektion mittellang wirkender Verbindungen (Testosteron Enantat, Deca Durabolin). Bei sehr lang wirkenden Depots wie Testosteron Undecanoat erst nach 3–4 Wochen beginnen. Der TRT- und Testosteron-Dosierungs-Rechner hilft bei der präzisen Planung des PCT-Starts basierend auf der Halbwertszeit des verwendeten Depots.
Verursacht HMG Östrogen-Nebenwirkungen wie HCG?
HMG verursacht deutlich weniger östrogene Nebenwirkungen als hochdosiertes HCG, da die LH-Komponente in physiologischerer Dosierung (75 IU natives LH) vorliegt und nicht die supraphysiologische LH-Rezeptor-Stimulation erreicht, die bei HCG-Dosen über 2.500 IU die Aromataseaktivität in Leydig-Zellen stark erhöht. Dennoch ist ein Aromatasehemmer wie Arimidex (Anastrozol) bei längerem Einsatz oder höheren Dosierungen als Begleitsubstanz sinnvoll. Die Vergleichsanalyse der SERM-Optionen liefert Nolvadex vs. Clomid.
Wie wird das HMG-Vial von Deus Medical rekonstituiert?
Das lyophilisierte Pulver in 1 ml bakteriostatischem Wasser langsam entlang der Vial-Wand auflösen – nicht schütteln. Bei 1 ml ergibt sich eine Konzentration von 1,5 mg/ml (75 IU FSH + 75 IU LH pro ml). Das rekonstituierte Präparat bei 2–8 °C lagern und innerhalb von 28 Tagen verwenden. Den Peptid-Rechner für die Berechnung präziser Injektionsvolumina verwenden.
Kann HMG alleine – ohne SERM – als PCT eingesetzt werden?
HMG als alleinige PCT-Substanz reaktiviert die Hodenfunktion direkt (Bottom-up), stellt jedoch die hypothalamische GnRH-Pulsatilität und hypophysäre FSH/LH-Eigenproduktion nicht aktiv wieder her. Eine HMG-Monotherapie ohne SERM führt zu vorübergehender Normalisierung der Testosteron- und Spermienwerte, die nach Absetzen von HMG erneut sinken, sofern die Hypophysen-Achse nicht durch einen GnRH-Sensitizer wie Clomid oder Enclomiphencitrat reaktiviert wurde. HMG und SERM in Kombination sind der pharmakologisch vollständige Ansatz.
Weiterführende Ressourcen zu PCT, Gonadotropinen und HPTA-Regeneration
Für ein vollständiges Verständnis der Post-Cycle-Therapie, HPTA-Regeneration und optimaler Kombinationsprotokolle stehen folgende Ressourcen auf SteroideApotheke zur Verfügung: der Grundlagenartikel Absetzen von Steroiden – PCT-Grundlagen, der Wirkstoffvergleich Nolvadex vs. Clomid sowie der SERMs-Leitfaden SERMs für die PCT.
Alle verfügbaren PCT-Substanzen – darunter HCG, Nolvadex (Tamoxifen), Clomid (Clomifen) und Enclomiphencitrat – sind in der Kategorie PCT nach dem Zyklus zusammengefasst. Wer den ersten Steroidzyklus plant, findet unter Anfänger-Steroidzyklus einen vollständigen Schritt-für-Schritt-Leitfaden inklusive PCT-Planung.

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