Beschreibung
Melanotan II 10 mg – Hilma Biocare – Melanocortin-Peptid für Hautbräunung und Libido
Melanotan II (MT-2) 10 mg von Hilma Biocare ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid und nicht-selektiver Melanocortin-Rezeptor-Agonist im lyophilisierten Einzelfläschchen – ≥98 % Reinheit HPLC-geprüft unter GMP-Bedingungen. MT-2 ist ein Analogon von α-MSH (alpha-Melanocyte-Stimulating Hormone), einem körpereigenen Peptidhormon, das Melaninproduktion in Melanozyten steuert. Im Gegensatz zu nativem α-MSH bindet Melanotan II an alle fünf bekannten Melanocortin-Rezeptoren (MC1R–MC5R), wobei die Wirkungen über MC1R (Pigmentierung), MC3R (Energiebilanz) und MC4R (Libido, Erektion, Appetit) klinisch relevant sind. Das vollständige Peptid-Sortiment: Peptide-Kategorie. Alle Hilma Biocare Produkte: Hilma Biocare Hersteller-Seite.
Was ist Melanotan II (MT-2)?
Melanotan II wurde in den 1980er Jahren an der University of Arizona im Rahmen der Erforschung von Melanocortin-Peptiden entwickelt. Das Ziel war ursprünglich ein Mittel zur Prävention von Hautkrebs durch Erhöhung des natürlichen UV-Schutzes (Melanin). Aus demselben Forschungsprogramm gingen zwei verschiedene Verbindungen hervor: Melanotan I (Afamelanotid), das spezifisch MC1R aktiviert und klinisch als Scenesse® für Erythropoietische Protoporphyrie zugelassen ist, und Melanotan II, das unselektiver alle MCR-Subtypen aktiviert und damit ein breiteres Wirkungsprofil besitzt.
MT-2 ist als pharmazeutisches Arzneimittel in der EU und den USA nicht zugelassen und wird ausschließlich im Forschungskontext verwendet. Die Forschungslage dokumentiert Wirkungen über drei Hauptrezeptoren: MC1R für Hautpigmentierung, MC4R für sexuelle Funktion (Erektion, Libido) und Appetitsuppression. Der MC4R-Agonismus ist der pharmakologische Hintergrund für die seit langem klinisch erforschte Verbindung Bremelanotid (PT-141), die 2019 als Vyleesi® zur Behandlung von Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) bei prämenopausalen Frauen zugelassen wurde. Peptid-Grundlagen: Peptide-Kategorie.
Produktdaten: Melanotan II 10 mg (Hilma Biocare)
| Wirkstoff | Melanotan II (MT-2, Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH₂) |
| Substanzklasse | Zyklisches Heptapeptid, nicht-selektiver Melanocortin-Rezeptor-Agonist |
| Endogenes Analogon | α-MSH (alpha-Melanocyte-Stimulating Hormone) |
| Packungsinhalt | 10 mg lyophilisiertes Pulver / Fläschchen |
| Hersteller | Hilma Biocare (≥98 % Reinheit HPLC, GMP) |
| Molekulargewicht | 1.024,19 g/mol |
| Plasma-Halbwertszeit | ~1 Stunde (kurz, aber Pigmentierungseffekte halten Wochen an) |
| Primäre Rezeptoren | MC1R (Pigmentierung), MC3R (Energie), MC4R (Libido, Erektion, Appetit) |
| Injektionsform | Subkutan (SC) – nach Rekonstitution |
| Sonnenexposition nötig? | Empfohlen – UV-Licht aktiviert Melanozyten für verstärkte Melaninproduktion |
| HPTA-Suppression | Keine – kein Steroid |
| PCT erforderlich | Nein |
| Hepatotoxizität | Keine |
| Lagerung (lyophilisiert) | Kühl, trocken, unter 25 °C; vor Licht schützen |
| Lagerung (rekonstituiert) | 2–8 °C (Kühlschrank); bis 28 Tage stabil (mit bakteriostatischem Wasser) |
Wirkmechanismus: Wie wirkt Melanotan II über drei Rezeptoren?
- MC1R – Melanocortin-1-Rezeptor: Hautpigmentierung (primärer Bräunungseffekt): MC1R wird in Melanozyten (Pigmentzellen der Haut) exprimiert. Nach MT-2-Bindung aktiviert MC1R die Adenylatcyclase über Gαs, erhöht intrazellulären cAMP, aktiviert Proteinkinase A und CREB, was die Genexpression von Eumelanin-Synthasegenen steigert. Eumelanin (braun-schwarzes Pigment) wird verstärkt produziert – im Gegensatz zu Phäomelanin (gelblich-rotes Pigment, weniger UV-schützend). Die Pigmentierung entwickelt sich über 1–4 Wochen und bleibt nach Absetzen oft mehrere Wochen bis Monate sichtbar, da Melanin langsam abgebaut wird. UV-Exposition (Sonne oder Solarium) verstärkt den Effekt erheblich, da UV-Strahlung selbst Melanogenese stimuliert – MT-2 und UV wirken über denselben Signalweg synergistisch.
- MC4R – Melanocortin-4-Rezeptor: Libido, Erektion und Appetitsuppression: MC4R wird im Hypothalamus und anderen ZNS-Regionen exprimiert. Seine Aktivierung über MT-2 vermittelt drei klinisch relevante Effekte: (1) Spontane Peniserektionen (penile tumescence) durch MC4R-Aktivierung im präoptischen Bereich des Hypothalamus und im Rückenmark – ein Effekt, der in klinischen Studien mit 17 % Priapismus-Risiko bei hohen Dosen beschrieben wurde. (2) Libido-Steigerung bei Männern und Frauen – die pharmakologische Grundlage für Bremelanotid (PT-141), das aus MT-2 entwickelt wurde. (3) Appetitsuppression durch MC4R-Aktivierung im Nucleus arcuatus – ein Nebeneffekt, der von vielen Anwendern als angenehm empfunden wird, in der Gewichtsverlustforschung aber auch eigenständig untersucht wird.
- MC3R – Energiebilanz und entzündungsmodulatorische Effekte: MC3R ist in Gehirn, Herz, Darm und Immunzellen exprimiert. Seine Aktivierung beeinflusst Energiehomöostase und hat entzündungsmodulierende Effekte. Im Kontext von MT-2 ist dieser Rezeptor weniger klinisch relevant als MC1R und MC4R, aber trägt zum Gesamtprofil des Appetiteffekts bei.
Rekonstitution und Dosierung: Ladephase und Erhaltungsdosis
MT-2 wird nach dem Ladephase → Erhaltungsdosis-Protokoll eingesetzt. Die Ladephase füllt die Melanozyten mit Eumelanin-Vorläufern und baut die Grundpigmentierung auf. Die Erhaltungsdosis hält die erreichte Bräunung aufrecht. Peptid-Rechner: Peptid-Rechner.
Rekonstitutions-Tabelle: 10 mg MT-2
| Bakteriostatisches Wasser | Konzentration | Volumen für 0,5 mg | Volumen für 1 mg | Volumen für 0,25 mg |
|---|---|---|---|---|
| 1 ml BW | 10 mg/ml | 0,05 ml (sehr kleine Menge) | 0,10 ml | 0,025 ml |
| 2 ml BW (empfohlen) | 5 mg/ml | 0,10 ml | 0,20 ml | 0,05 ml |
| 10 ml BW | 1 mg/ml | 0,50 ml | 1,00 ml | 0,25 ml |
Empfohlen: 2 ml BW ergibt 5 mg/ml – eine Insulinspritze (U-100): 0,10 ml = 0,5 mg; 0,20 ml = 1 mg.
Dosierungsprotokoll: Ladephase und Erhaltungsdosis
| Phase | Dauer | Tagesdosis | Injektionsfrequenz | UV-Exposition |
|---|---|---|---|---|
| Eingewöhnung (Toleranzaufbau) | Tage 1–3 | 0,25 mg | 1× täglich abends | Keine (Nebenwirkungen beobachten) |
| Ladephase | Woche 1–3 | 0,5–1 mg | 1× täglich abends | 10–20 Min. Sonne oder Solarium täglich, nach der Injektion am nächsten Tag |
| Erhaltungsdosis | Ab Woche 4 | 0,5–1 mg | 2–3× pro Woche | Regelmäßige moderate UV-Exposition zur Pigmenterhaltung |
| Pause / Ruhephase | Nach Wunsch | Keine Injektion | – | Pigmentierung bleibt 4–8 Wochen teilweise erhalten |
Abendliche Injektion (30–60 Minuten vor dem Schlafen) minimiert die subjektiv störende Übelkeit und Gesichtsrötung, da diese Nebenwirkungen während des Schlafs auftreten. Maximale Einzeldosis: 1 mg (höhere Dosen erhöhen Priapismus-Risiko über MC4R).
Melanotan II vs. Afamelanotid vs. Selbstbräuner: Vergleich
| Methode | Mechanismus | UV-Exposition nötig? | Libido-Effekt | Haltbarkeit | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| Melanotan II Hilma (dieses Produkt) | MC1R + MC4R + MC3R – echte Melanogenese | Empfohlen (verstärkt Wirkung), aber nicht zwingend | Ja – MC4R-Agonismus | 4–8 Wochen nach Absetzen | Natürlich aussehende Bräune + Libido + Appetitzügelung |
| Afamelanotid (Scenesse®, MT-1) | Selektiver MC1R-Agonist – Eumelanin-Produktion | Ja (UV-Schutz, kein UV nötig für Bräune) | Nein (MC4R nicht aktiviert) | 2–3 Monate (Implantat) | Medizinisch: Erythropoietische Protoporphyrie |
| DHA-Selbstbräuner (topisch) | Dihydroxyaceton – chemische Reaktion mit Aminosäuren im Stratum corneum | Nein | Nein | 5–7 Tage (oberflächlich, Abschuppung) | Kurzzeitige Bräune ohne Injektion |
| UV-Solarium / Sonnenbad | UV-induzierte Melanogenese (endogen) | Ja – ist die Wirkung selbst | Nein | Wochen nach letztem UV | Natürliche Bräune ohne Injektionen |
Melanotan II: 4 bewährte Anwendungsprotokolle
1. Klassisches Bräunungsprotokoll – Ladephase + Sommererhalt
4–6 Wochen vor dem Urlaub oder der Sommersaison beginnen: MT-2 Hilma 0,5 mg täglich abends (Woche 1–3, Ladephase), täglich 10–20 Minuten moderate Sonnenexposition (nicht intensiv). Ab Woche 4: Erhaltungsdosis 0,5–1 mg, 2–3× wöchentlich. Während des Urlaubs: Erhaltungsdosis 2× wöchentlich, normale Sonnenexposition genügt für tiefe, gleichmäßige Bräune. 10 mg Fläschchen reicht für ca. 10–20 Wochen bei Erhaltungsdosis. Erholung und Anti-Aging: Erholung & Anti-Aging-Kategorie.
2. MT-2 + HGH Fragment 176-191 – Bräune und Körperkomposition gleichzeitig
MT-2 Hilma (0,5 mg täglich abends) kombiniert mit HGH Fragment 176-191 Hilma Biocare (250–500 mcg täglich, nüchtern morgens SC). HGH Fragment 176-191 ist der lipolytisch aktive C-terminale Teil des HGH-Moleküls und stimuliert Fettabbau ohne anabole HGH-Wirkung. Kombiniert mit MT-2 ergibt sich ein Sommerprotokoll: Fettabbau + gleichmäßige Bräunung gleichzeitig über 6–8 Wochen. Keine HPTA-Suppression, kein PCT bei beiden Peptiden.
3. Niedrigdosis MT-2 als Libido-Protokoll (MC4R-Nutzung)
MT-2 in niedrigen Dosen (0,25–0,5 mg, 2–3× pro Woche) primär zur MC4R-Aktivierung: Libido-Steigerung und sexuelle Sensitivität bei Männern und Frauen. Bei diesem Protokoll sollte die Dosis bewusst unter 1 mg pro Injektion bleiben, um das Priapismus-Risiko zu minimieren. Nicht kombinieren mit PDE5-Inhibitoren (Sildenafil, Tadalafil) – additive Wirkung auf Erektion kann Priapismus begünstigen. Potenzmittel-Sortiment: Potenzmittel-Kategorie.
4. Solariumgestütztes Winter-Bräunungsprotokoll
In den Wintermonaten ohne natürliche Sonnenexposition: MT-2 Hilma (0,5–1 mg, 3× wöchentlich abends) + Solariumbesuch 2× wöchentlich (10–15 Minuten, niedriger UV-Index Stufe 1–2). MT-2 stimuliert Melanogenese über MC1R; das Solarium-UV liefert die notwendige Aktivierungsenergie für Melanozyten. Ergebnis: Tiefe, gleichmäßige Bräune auch ohne Sommerurlaub. Wichtig: Kein intensives Solarium (hoher UV-Index) verwenden – MT-2 erhöht die UV-Sensitivität der Haut durch vermehrte Melaninproduktion. Immer mit niedrigem UV-Niveau starten.
Nebenwirkungen von Melanotan II: 6 relevante Punkte
- Übelkeit und Gesichtsrötung (häufig, dosisabhängig, transient): Die häufigste Nebenwirkung tritt typischerweise 30–90 Minuten nach der Injektion auf und dauert 1–3 Stunden. Dosisabhängig – stärker bei 1 mg als bei 0,25 mg. Abendliche Injektion (30–60 Min. vor dem Schlafen) vermeidet subjektive Beeinträchtigung tagsüber. Übelkeit nimmt bei den meisten Anwendern nach 1–2 Wochen deutlich ab (Toleranzentwicklung).
- Muttermal-Verdunkelung und -Vergrößerung – wichtige Sicherheitswarnung: MC1R ist in Melanozyten aller Hautbereiche aktiv – einschließlich in Muttermalen (Nävuszellen). MT-2 kann bestehende Muttermale dunkler, größer oder unregelmäßiger werden lassen. Da Veränderungen in Form, Farbe und Größe von Muttermalen Frühzeichen eines Melanoms sein können, ist eine dermatologische Untersuchung vor und während der MT-2-Anwendung obligatorisch. Alle Muttermale dokumentieren (fotografieren) und auf Veränderungen achten. Bei auffälligen Veränderungen sofort absetzen und einen Dermatologen aufsuchen.
- Spontane Erektionen und Priapismus (MC4R-Effekt): MC4R-Aktivierung kann bei Männern unerwünschte Erektionen verursachen. Bei Dosen über 1 mg ist Priapismus (schmerzhafte Dauerektion über 4 Stunden) in klinischen Studien dokumentiert. Einzeldosis strikt unter 1 mg halten. Nicht gleichzeitig mit PDE5-Inhibitoren (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) verwenden.
- Erhöhte UV-Sensitivität: Durch höheren Melaningehalt ändert sich die UV-Reaktion der Haut. Intensive UV-Exposition (Solarium auf höchster Stufe, Mittagssonne) sollte in den ersten Wochen der MT-2-Anwendung vermieden werden, da die Haut intensiver reagiert als gewohnt. SPF-Sonnenschutz bleibt wichtig – MT-2 ist kein vollständiger UV-Schutz.
- Appetitreduktion (MC3R/MC4R): Viele Anwender berichten von reduziertem Hungergefühl, besonders in der Ladephase. In einer Diätphase kann dies erwünscht sein; im Masseaufbau sollte die Kalorienaufnahme bewusst sichergestellt werden.
- Blutdruckveränderungen: MC4R-Aktivierung kann transienten Blutdruckanstieg verursachen. Bei vorbestehender Hypertonie: Blutdruck monitoren. Bei kardiovaskulären Erkrankungen: absolute Kontraindikation.
Kontraindikationen
- Vorgeschichte von Melanom oder anderen Hautkrebsformen – absolut kontraindiziert (MC1R-Stimulation)
- Zahlreiche, atypische oder sich verändernde Muttermale (dysplastische Nävi)
- Schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (Hypertonie, KHK) – MC4R-vermittelter Blutdruckanstieg
- Priapismus-Risikofaktoren (Sichelzellanämie, Leukämie, anatomische Penisdeformitäten)
- Kombination mit PDE5-Inhibitoren (additive erektile Wirkung → Priapismus)
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Heller Hauttyp I (kein funktioneller MC1R-Polymorphismus → schwaches Ansprechen + höheres Melanom-Risiko)
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Melanotan II 10 mg (Hilma Biocare)
Brauche ich Sonnenexposition, damit MT-2 wirkt?
MT-2 aktiviert über MC1R die Melanogenese in Melanozyten – dieser Prozess kann grundsätzlich auch ohne UV-Licht ablaufen. In der Praxis ist der Bräunungseffekt ohne jede UV-Exposition jedoch deutlich schwächer und langsamer. UV-Strahlung (UVB, 280–320 nm) aktiviert Melanozyten über einen eigenen Signalweg (UV-induzierte DNA-Schäden → p53 → POMC → α-MSH → MC1R), der synergistisch mit MT-2 wirkt. Selbst 10–15 Minuten moderate Sonnenexposition täglich (oder 2× wöchentlich Solarium auf niedriger Stufe) beschleunigt den Bräunungseffekt von MT-2 erheblich. Ohne jede UV-Exposition kann MT-2 eine leichte Pigmentveränderung erzeugen, aber keine intensive, gleichmäßige Bräune wie in Kombination mit UV.
Was ist der Unterschied zwischen Melanotan I und Melanotan II?
Melanotan I (Afamelanotid, Scenesse®) ist ein selektiver MC1R-Agonist: Er wirkt ausschließlich auf Pigmentierung und hat keine Libido-, Erektions- oder Appetiteffekte. Er ist in der EU als Arzneimittel für Erythropoietische Protoporphyrie zugelassen und wird als subkutanes Implantat eingesetzt (HWZ ~22 Stunden). Melanotan II (dieses Produkt) ist ein nicht-selektiver MCR-Agonist: Er aktiviert MC1R (Pigmentierung), MC4R (Libido, Erektion, Appetit) und MC3R. Die breitere Rezeptorwirkung erklärt das komplexere Nebenwirkungsprofil (Übelkeit, spontane Erektionen) aber auch die breitere Wirkung. MT-2 ist nicht als Arzneimittel zugelassen.
Wie lange bleibt die Bräunung nach Absetzen von MT-2 erhalten?
Melanin ist ein stabiles Biopolymer, das nicht rasch abgebaut wird. Die durch MT-2 erzeugte Pigmentierung bleibt nach Absetzen typischerweise 4–8 Wochen sichtbar – je nach individuellem Hauttyp, fortlaufender UV-Exposition und der in der Ladephase aufgebauten Melaninmenge. Ohne weitere UV-Exposition und ohne Erhaltungsdosis verblasst die Bräune durch natürliche Hautzellerneuerung (Keratinozyten-Abschuppung ca. alle 4 Wochen). Die Erhaltungsdosis (0,5–1 mg, 2–3× pro Woche) erhält das gewünschte Bräunungsniveau langfristig.
Kann MT-2 vorbestehende Muttermale verändern?
Ja – das ist einer der wichtigsten Sicherheitsaspekte bei MT-2. MC1R ist in allen Melanozyten aktiv, einschließlich in Nävuszellen (Muttermalen). MT-2 kann bestehende Muttermale dunkler, größer oder in ihrer Form verändert erscheinen lassen. Da Veränderungen von Muttermalen (ABCDE-Kriterien: Asymmetrie, Begrenzung, Color, Durchmesser, Evolution) auf Melanom hinweisen können, ist es zwingend erforderlich, vor Beginn der MT-2-Anwendung alle Muttermale von einem Dermatologen kontrollieren zu lassen und während der Anwendung auf Veränderungen zu achten. Personen mit zahlreichen oder atypischen Muttermalen sollten MT-2 grundsätzlich meiden.
Was ist die maximale Einzeldosis und warum?
Die maximale empfohlene Einzeldosis beträgt 1 mg. Höhere Dosen (über 1 mg) erhöhen das Risiko von Priapismus (MC4R-Effekt) deutlich – in klinischen Studien mit MT-2 bei erektiler Dysfunktion wurde Priapismus bei Dosen von 0,025 mg/kg Körpergewicht (ca. 1,75–2 mg bei 70 kg) in bis zu 17 % der Fälle beschrieben. Priapismus (Erektion über 4 Stunden) ist ein medizinischer Notfall (Gefahr der ischämischen Gewebeschädigung im Schwellkörper). Eine Dosissteigerung über 1 mg bringt keinen proportionalen Bräunungsvorteil, erhöht aber das kardiovaskuläre und priapische Risiko überproportional.
Verwandte Produkte und weiterführende Informationen
Das vollständige Peptid-Sortiment: Peptide-Kategorie. Ergänzendes Fettabbau-Peptid: HGH Fragment 176-191 Hilma Biocare (5 mg). GH-stimulierende Peptide: GHRP-6 Hilma Biocare (10 mg), GHRP-2 Driada Medical (5 mg). CJC-1295 DAC (GHRH-Analogon) Driada: CJC-1295 mit DAC Driada Medical (2 mg). Alle Hilma Biocare Produkte: Hilma Biocare Hersteller-Seite. Erholung und Anti-Aging: Erholung & Anti-Aging-Kategorie. Potenzmittel-Sortiment: Potenzmittel-Kategorie.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen