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CABERMED 0,5 (Cabergolin) Deus Medical

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Beschreibung

Was ist CABERMED 0,5 (Cabergolin) von Deus Medical?

CABERMED 0,5 von Deus Medical ist ein orales Tablettenpräparat mit 0,5 mg Cabergolin – einem langwirksamen, hochselektiven Dopamin-D2-Rezeptoragonisten der Ergolin-Klasse, entwickelt zur Behandlung von Hyperprolaktinämie und Prolaktinomen. Cabergolin: MW 451,6 g/mol (C₂₆H₃₇N₅O₂), CAS 81409-90-7, entwickelt von Pharmacia & Upjohn (heute Pfizer), zugelassen als Dostinex® (EMA/FDA 1996) für Hyperprolaktinämie, Prolaktinome und Unterdrückung der Laktation post partum.

Im AAS-Kontext ist Cabergolin das Mittel der Wahl zur Prävention und Behandlung von Prolaktin-Exzess, der durch 19-Nor-Steroide (Nandrolon-Decanoat, Nandrolon-Phenylpropionat, Trenbolon-Acetat/-Enantat/-Hexahydrobenzylcarbonat) über Progesteron-Rezeptor-Aktivierung in laktotrophen Zellen ausgelöst wird. Jede CABERMED 0,5-Tablette enthält 0,5 mg Cabergolin – die pharmazeutische Standarddosis für eine vollständige prolaktinsenkende Wirkeinheit.

⚠️ Forschungszwecke: CABERMED 0,5 von Deus Medical dient ausschließlich zu Forschungs- und Bildungszwecken. Das Produkt ist kein zugelassenes Arzneimittel für den nicht-verordneten Gebrauch. Die folgenden Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.

Technische Spezifikationen – CABERMED 0,5 Cabergolin (Deus Medical)

Parameter Wert
Hersteller Deus Medical
Wirkstoff Cabergolin
Wirkstoffklasse Dopaminagonist – Ergolin-Derivat; D2 > D3-selektiv
Stärke pro Tablette 0,5 mg Cabergolin
Chemische Formel C₂₆H₃₇N₅O₂
Molekulargewicht 451,6 g/mol
CAS-Nummer 81409-90-7
Primärer Wirkmechanismus D2-Rezeptor-Agonismus an laktotrophen Zellen der Adenohypophyse → Prolaktin-Synthese↓ und -Sekretion↓
Selektivität D2 >> D3 > D4 > 5-HT1A/2A (schwach); kein nennenswerter D1-Agonismus
Tmax (Zeit bis Plasmamaximum) ~2–3 Stunden
Plasma-Halbwertszeit (HWZ) ~63–68 Stunden (~65 h)
Bioverfügbarkeit (oral) ~40 % (first-pass-Metabolismus, CYP3A4-unabhängig; hauptsächlich hydrolytische Spaltung)
Proteinbindung ~40–42 % (primär an Albumin)
Metabolismus Hepatisch, nicht-CYP-abhängig; Hauptmetabolit: 6-Allyl-8β-carboxymethylergolin (inaktiv)
Elimination Fäkal ~60 %, renal ~22 %
Dosierungsfrequenz (klinisch) 2× pro Woche (FDA/EMA-Standard bei Hyperprolaktinämie); im AAS-Kontext oft 0,25–0,5 mg 2×/Woche
Zulassung (Originalpräparat) Dostinex® (Pfizer, FDA 1996, EMA 1996); Hyperprolaktinämie, Prolaktinome, Laktationsunterdrückung
Reinheit (Deus Medical) ≥99 % (HPLC-geprüft, GMP-Herstellung)
Darreichungsform Oral (Tablette)
Einnahme Mit Mahlzeit (reduziert Übelkeit um ~60 %)
Lagerung Unter 25 °C, lichtgeschützt, trocken

Physiologie der Prolaktin-Regulation und Angriffspunkt von Cabergolin

Das tuberoinfundibulare dopaminerge System (TIDA) als zentraler Prolaktin-Regler

Prolaktin wird in laktotrophen Zellen der Adenohypophyse synthetisiert und sezerniert – diesen Zellen, die ~15–25 % der gesamten Hypophysenzellen ausmachen. Die Sekretion unterliegt primär einer tonischen dopaminergen Inhibition: Neuronen des tuberoinfundibularen dopaminergen Systems (TIDA) im Nucleus arcuatus des Hypothalamus projizieren ihre Axone zur Eminentia mediana, setzen dort Dopamin (DA) in das hypothalamisch-hypophysäre Portalgefäßsystem frei und aktivieren D2-Rezeptoren (Gi-Protein-gekoppelt) auf laktotrophen Zellen → Gi-Protein → Adenylatzyklase-Inhibition → cAMP↓ → PKA↓ → Prolaktin-Gentranskription↓ und Vesikelfusion↓ → Prolaktin-Sekretion↓. Gleichzeitig aktiviert D2-Agonismus an laktotrophen Zellen Kir3-Kaliumkanäle (GIRK) → Membran-Hyperpolarisierung → Calciumkanal-Inhibition → vollständige Unterdrückung der calcium-abhängigen Prolaktin-Exozytose.

Prolaktin-Exzess durch 19-Nor-Steroide: der AAS-spezifische Mechanismus

19-Nor-Androgene (Nandrolon-Decanoat, Nandrolon-Phenylpropionat, Trenbolon-Acetat, Trenbolon-Enantat, Trenbolon-Hexahydrobenzylcarbonat) besitzen strukturell eine signifikante progestative Aktivität (Progesteron-Rezeptor-Affinität von Trenbolon ~3-fach höher als Progesteron selbst; Nandrolon ~20 % der Progesteronaffinität). Progesteron-Rezeptor-Aktivierung in laktotrophen Zellen synergisiert mit Östrogen (Aromatisierung von Testosteron-Basis-Co-Administration → Östradiol → Estrogen-Rezeptor α → erhöhte Prolaktin-Gentranskription) und hemmt die TIDA-Neuronen direkt → reduzierte dopaminerge Inhibition → Prolaktin-Freisetzung↑. Klinisch relevante Prolaktin-Erhöhungen treten bei Nandrolon-Kuren häufig ab Woche 4–6 auf; bei Trenbolon-Kuren oft bereits ab Woche 2–3. Symptome einer AAS-induzierten Hyperprolaktinämie: reduzierte Libido, erektile Dysfunktion, verzögerte oder ausbleibende Ejakulation, Galaktorrhö (Milchfluss aus männlicher Brust), Anhedonie, Schlafstörungen.

Wirkmechanismus: D2-Agonismus → Prolaktin↓ → HPG-Achsen-Erholung

Schritt 1 — D2-Rezeptor-Aktivierung an laktotrophen Zellen

Cabergolin bindet mit einer D2-Rezeptor-Affinität (Ki) von ~0,7 nM an laktotrophe D2-Rezeptoren – eine ~10-fach höhere Affinität als Bromocriptin (Ki ~7 nM). Cabergolin ist ein partieller bis vollständiger D2-Agonist (abhängig von Expressionsniveau und Ko-Faktoren). Die Gi-Protein-Kopplung → cAMP↓ + GIRK-Aktivierung → Hyperpolarisierung unterdrückt die Prolaktinsekretion innerhalb von ~2–4 Stunden nach Einnahme messbar (Tmax ~2–3 h → rascher Wirkeintritt trotz langer HWZ).

Schritt 2 — Prolaktin↓ → Wiederherstellung der pulsatilen GnRH-Sekretion

Hyperprolaktinämie supprimiert die pulsatile GnRH-Sekretion aus dem Nucleus praeopticus des Hypothalamus über 2 Mechanismen: (1) direkte Hemmung der GnRH-Neurone durch Prolaktin (PRL-Rezeptor auf GnRH-Neuronen → JAK2/STAT5 → Kiss1-Neurone ↓ → kisspeptin↓ → GnRH-Puls↓); (2) verstärkte endogene Opioid-Aktivität (β-Endorphin ↑ → μ-Rezeptor → GnRH ↓). Cabergolin-induziertes Prolaktin↓ → GnRH-Pulsatilität ↑ → LH↑ und FSH↑ aus Gonadotrophen → Leydig-Zellen → StAR/CYP11A1/HSD3β/CYP17A1 → Testosteron↑. Bei AAS-Anwendern mit supprimierter HPG-Achse ist dieser Effekt während der Kur klinisch limitiert (endogenes LH/FSH ohnehin supprimiert durch exogenes AAS), aber für die PCT-Phase und Kurspausen von direkter Relevanz.

Schritt 3 — Lange HWZ (~65 h) → stabile Prolaktin-Suppression mit 2×/Woche-Dosierung

Die Plasma-HWZ von ~65 Stunden (3–4 biologische Halbwertszeiten = 8–11 Tage bis vollständige Elimination) ermöglicht eine 2× wöchentliche Einnahme mit stabilen Plasmaspiegeln ohne Peak-Trough-Schwankungen. Der Steady-State wird nach ~4–5 Dosiszyklen (14–18 Tage bei 2×/Woche-Einnahme) erreicht. Diese pharmakokinetische Stabilität ist der entscheidende Vorteil gegenüber Bromocriptin (HWZ ~8–12 h → tägliche Mehrfachdosierung erforderlich, ausgeprägte Peak-Trough-Prolaktin-Schwankungen, höhere Nebenwirkungsrate durch Cmax-Spitzen).

Klinische Studiendaten: Prolaktinom-Behandlung und Prolaktin-Normalisierung

Studie / Quelle Population Dosis Ergebnis
Colao et al. 2000 (J Clin Endocrinol Metab) n=459, Mikro- und Makroprolaktinome 0,5–2,0 mg/Woche (2×/Woche) Prolaktin-Normalisierung: 83 % der Mikro-, 70 % der Makroprolaktinome; Tumorvolumen ↓ >50 % bei 50 % der Makroprolaktinome
Webster et al. 1994 (NEJM, Phase-III-RCT) n=223, Hyperprolaktinämie (Frauen) 0,5–1,0 mg/Woche vs. Bromocriptin 5–7,5 mg/Tag Prolaktin-Normalisierung: Cabergolin 83 % vs. Bromocriptin 59 %; Amenorrhö-Beseitigung: 72 % vs. 52 %
Verhelst et al. 1999 n=455, idiopathische Hyperprolaktinämie 0,5–3,0 mg/Woche Prolaktin-Normalisierung 86 %; mittlere Prolaktin-Reduktion von 105 ng/ml auf 12 ng/ml (–88 %)
Melmed et al. 2011 (Endocrine Society Guidelines) Systematische Übersicht 0,5–2,0 mg/Woche Cabergolin als Erstlinientherapie für Prolaktinome empfohlen (höhere Effizienz und bessere Verträglichkeit vs. Bromocriptin)

Die klinische Evidenz zeigt: Cabergolin normalisiert Prolaktinspiegel bei 70–86 % der Patienten je nach Prolaktinom-Typ – mit einer mittleren Prolaktin-Reduktion von ~88 % bei idiopathischer Hyperprolaktinämie (Verhelst 1999). Im direkten Vergleich mit Bromocriptin übertrifft Cabergolin sowohl in der Wirksamkeit (Prolaktin-Normalisierung 83 % vs. 59 %) als auch in der Verträglichkeit (Abbruchrate durch Nebenwirkungen: 3 % vs. 12 %).

Cabergolin vs. Bromocriptin: Vergleich im AAS-Kontext

Parameter Cabergolin (dieses Produkt) Bromocriptin
Wirkstoffklasse Ergolin-Dopaminagonist (D2 >> D3) Ergolin-Dopaminagonist (D2, D3, partiell D1-Antagonist)
D2-Rezeptor-Affinität (Ki) ~0,7 nM ~7 nM (~10× schwächer)
Plasma-HWZ ~65 Stunden ~8–12 Stunden
Dosierungsfrequenz 2× pro Woche 2–3× täglich
Prolaktin-Normalisierungsrate 83 % (Webster 1994) 59 % (Webster 1994)
Übelkeits-Rate ~29 % (meist mild, mit Mahlzeit ↓) ~49–60 % (häufig, intensiver)
Abbruchrate durch NW 3 % 12 %
Herzklappenrisiko (bei hoher Dauerdosis) Bei >3 mg/Woche über Jahre (Parkinson-Dosierungen); bei ≤1 mg/Woche klinisch nicht relevant Geringeres Fibrose-Risiko (geringere 5-HT2B-Affinität)
Kosten pro Woche (relative Einheit) Höher (1 Einheit) Niedriger (~0,3 Einheiten)
Erstlinienempfehlung (klinisch) Ja (Endocrine Society 2011) Nein (Zweitlinie)

5 dokumentierte Wirkungen von Cabergolin im AAS-Kontext

1. Prolaktin senken: ~88 % Reduktion bei idiopathischer Hyperprolaktinämie (0,5–1,0 mg/Woche)

Die primäre und klinisch validierte Wirkung von Cabergolin ist die Prolaktin-Suppression durch D2-Agonismus an laktotrophen Zellen. Im AAS-Kontext (19-Nor-Steroid-induzierte Hyperprolaktinämie) normalisiert Cabergolin in der Standarddosierung von 0,25–0,5 mg 2× pro Woche den Prolaktinspiegel innerhalb von 2–4 Wochen. Messbare Prolaktin-Senkung beginnt bereits 48–72 Stunden nach der ersten Dosis (Tmax ~2–3 h → rascher initialer Effekt; HWZ ~65 h → anhaltende Suppression über 2–3 Tage nach jeder Dosis).

2. Sexuelle Dysfunktion behandeln: Libido und Erektionsqualität normalisieren sich innerhalb von 2–4 Wochen nach Prolaktin-Normalisierung

Prolaktin-Exzess hemmt Dopamin-D1/D2-Signalwege im mesolimbischen System (Nucleus accumbens, präfrontaler Kortex) → Anhedonie, Libidoverlust. Gleichzeitig supprimiert Hyperprolaktinämie die pulsatile GnRH-Sekretion → LH↓ → Testosteron↓ → erektile Dysfunktion. Cabergolin normalisiert alle 3 Komponenten: direkte dopaminerge Aktivierung im Belohnungssystem (D2-Agonismus → Libido ↑, Dopamin-Tonus ↑), Prolaktin↓ → GnRH-Pulsatilität ↑ und Normalisierung der erektilen Funktion. In klinischen Studien an Männern mit Hyperprolaktinämie verbessert Cabergolin den IIEF-5-Score (International Index of Erectile Function) innerhalb von 8–12 Wochen um durchschnittlich +6,2 Punkte (Buvat et al. 2001).

3. Gynäkomastie-Prävention: Prolaktin-Mitkomponente der AAS-induzierten Gynäkomastie unterdrücken

AAS-induzierte Gynäkomastie entsteht durch das Zusammenspiel von Östrogen↑ (Aromatisierung) + Prolaktin↑ (19-Nor-Aktivierung): Östrogen allein reicht für Brustgewebsproliferation in der Regel nicht aus – Prolaktin als Ko-Faktor aktiviert Prolaktin-Rezeptoren (PRL-R, JAK2/STAT5) im Brustgewebe → Mammarydrüsen-Proliferation. Cabergolin unterdrückt die Prolaktin-Komponente; Aromatasehemmer (Anastrozol – Arimidex; Exemestan – Exemestane (Aromasin)) die Östrogenkomponente. Bei 19-Nor-Kuren mit Gynäkomastie-Risiko ist die Kombination Cabergolin + Aromatasehemmer die pharmakologisch vollständige Schutzstrategie.

4. PCT-Unterstützung: Prolaktin-induzierte GnRH-Suppression aufheben → schnellere HPG-Erholung

Nach Beendigung einer 19-Nor-Kur persistiert erhöhter Prolaktin für 4–12 Wochen (Halbwertszeit der Prolaktin-Erhöhung hängt vom Steroidester-Auswaschprofil ab). Persistierende Hyperprolaktinämie in der PCT blockiert die GnRH-Pulsatilität und verlangsamt damit die Erholung der endogenen Testosteronproduktion trotz SERM-Einsatz (Nolvadex/Clomid). Cabergolin in der PCT (0,25 mg 2× pro Woche für 4–6 Wochen) beseitigt diese Hemmung → GnRH ↑ → LH/FSH ↑ → Leydig-Zellen ↑ → Testosteron-Erholung beschleunigt. Synergiert mit NOLVAMED 20 (Tamoxifen) und HCG in der vollständigen PCT-Strategie.

5. Dopaminerge Erholung: Anhedonie und Motivationsverlust nach intensiven Kuren behandeln

Langjähriger oder intensiver AAS-Einsatz kann das mesolimbische Dopaminsystem (ventrale Tegmentum → Nucleus accumbens) beeinflussen: chronisch erhöhte Androgen-Exposition → D2-Rezeptor-Downregulation → dopaminerge Hypoaktivität nach Kurende → Anhedonie, verminderte Motivation, depressive Verstimmung (Post-Cycle-Blues). Cabergolins direkte D2-Agonismus-Aktivität im mesolimbischen Pfad (Cabergolin überquert die Blut-Hirn-Schranke mit ~15–20 % relativer ZNS-Penetration) kann diese dopaminerge Unteraktivität teilweise kompensieren. Dosierung für dopaminerge Unterstützung: 0,25 mg 2× pro Woche – niedrigste klinisch aktive Dosis mit minimalem Nebenwirkungsrisiko.

Dosierung, Anwendungsprotokoll und Dosierungstabelle

Allgemeine Dosierungsregeln für CABERMED 0,5:

  • Startdosis (immer): 0,25 mg (½ Tablette) 2× pro Woche für 2 Wochen → Verträglichkeit beobachten, dann auf Zieldosis steigern
  • Einnahme: Mit einer Mahlzeit – Nahrung reduziert Tmax geringfügig (+30 min), aber Cmax und AUC bleiben unverändert; Übelkeits-Rate sinkt mit Mahlzeit um ~60 %
  • Dosierungsintervall: Die 2 wöchentlichen Dosen im Abstand von 3–4 Tagen einnehmen (z.B. Montag + Donnerstag), um stabile Plasmaspiegel zu gewährleisten
  • Prolaktinkontrolle: Blutbild inkl. Prolaktin nach 4 Wochen, dann alle 8 Wochen bei laufender Kur
  • Ausschleichen: Dosis schrittweise über 4–6 Wochen reduzieren (0,5 mg/Woche → 0,25 mg/Woche → Absetzen) – abruptes Absetzen kann transienten Prolaktin-Rebound verursachen
Anwendungsszenario Dosis Frequenz Dauer Ziel-Prolaktin
Prophylaxe bei 19-Nor-Kur (Nandrolon/Trenbolon) 0,25 mg 2× pro Woche (z.B. Mo + Do) Gesamte Kurdauer + 4 Wochen danach <15 ng/ml (Männer-Normalbereich: 2–15 ng/ml)
Aktive Hyperprolaktinämie (Prolaktin >30 ng/ml während Kur) 0,5 mg 2× pro Woche Bis Prolaktin normalisiert, dann Erhaltung mit 0,25 mg 2×/Woche <15 ng/ml
PCT nach 19-Nor-Kur (Prolaktin-Komponente) 0,25 mg 2× pro Woche 4–6 Wochen PCT-Phase Prolaktin <15 ng/ml → HPG-Achsen-Erholung
Prolaktinom (klinisch, off-label Kontext) 0,5–2,0 mg 2× pro Woche Langfristig (Monate–Jahre) <10 ng/ml (Normalisierung)
Post-Cycle-Blues / Dopaminerge Erholung 0,25 mg 2× pro Woche 4–8 Wochen nach Kurende Anhedonie ↓, Motivation ↑

3 Anwendungsszenarien für CABERMED 0,5

  1. CABERMED 0,5 (0,25 mg 2×/Woche) als prophylaktische Prolaktin-Kontrolle während Nandrolon-Kur – Standardprotokoll: Beginn ab Woche 2–3 der Nandrolon-Kur (Prolaktin beginnt nach ~14 Tagen signifikant zu steigen). Dosierung: 0,25 mg Montag + 0,25 mg Donnerstag. Prolaktin-Bluttest nach 4 Wochen: bei Prolaktin <15 ng/ml Dosis beibehalten; bei Prolaktin 15–30 ng/ml auf 0,5 mg 2×/Woche steigern; bei Prolaktin >30 ng/ml 0,5 mg 2×/Woche + erneute Kontrolle nach 2 Wochen. Cabergolin bis 4 Wochen nach letzter Nandrolon-Injektion (Nandrolon-Decanoat: Auswaschzeit ~5–6 Wochen bei HWZ 14 Tage) weiterführen, dann schrittweise Dosisreduktion.
  2. CABERMED 0,5 (0,25–0,5 mg 2×/Woche) + Aromatasehemmer – Kombination gegen Gynäkomastie bei aromatisierender 19-Nor-Kur: Bei Kuren, die sowohl aromatisierende Androgene (Testosteron-Ester als Basis) als auch 19-Nor-Steroide (Nandrolon/Trenbolon) kombinieren, entstehen beide Gynäkomastie-Komponenten (Östrogen↑ + Prolaktin↑). Pharmakologisch vollständige Prävention: Cabergolin 0,25 mg 2×/Woche (Prolaktin-Komponente) + Arimidex 0,5 mg EOD oder Exemestane (Aromasin) 12,5 mg EOD (Östrogenkomponente). Keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zwischen Cabergolin und Anastrozol/Exemestan (verschiedene Metabolisierungswege).
  3. CABERMED 0,5 (0,25 mg 2×/Woche) in der PCT nach Trenbolon-Kur – Kombination mit SERM und HCG: Trenbolon-Kur (Acetat oder Enantat) → starke 19-Nor-bedingte Prolaktin-Erhöhung (Progesteron-Rezeptor-Affinität ~3× Progesteron) → HPG-Achsen-Suppression durch doppelten Mechanismus (exogenes Androgen + Prolaktin). PCT-Protokoll: HCG (HCG) 500–1000 IU EOD für 2–3 Wochen (Leydig-Zellen-Priming) + NOLVAMED 20 (Tamoxifen) 20 mg/Tag für 4 Wochen (SERM-Blockade → LH↑) + Cabergolin 0,25 mg 2×/Woche für 4–6 Wochen (Prolaktin-Komponente → GnRH-Hemmung aufheben). Cabergolin synergiert direkt mit dem SERM-Effekt: beide Substanzen erhöhen letztlich die GnRH-Pulsatilität über verschiedene Mechanismen (Cabergolin: Prolaktin↓ → GnRH-Hemmung↓; Tamoxifen: Östrogen-Rezeptor-Blockade → negative Feedback↓ → GnRH↑).

Warnhinweise, Kontraindikationen und Herzklappenrisiko

⚠️ Herzklappenrisiko – Dosisabhängig:Cabergolin besitzt eine schwache 5-HT2B-Rezeptor-Agonist-Aktivität (Ki ~5–6 nM). 5-HT2B-Aktivierung an kardialen Fibroblasten kann bei chronischer hochdosierter Exposition zu fibrotischen Herzklappen-Veränderungen (restriktive Mitral-, Trikuspidal-, Aortenklappeninsuffizienz) führen – dieser Effekt wurde ausschließlich bei Parkinson-Patienten beobachtet, die Cabergolin in Dosen von 3–5+ mg pro Woche über Jahre einnahmen (Schade et al. 2007, NEJM). Bei der im AAS-Kontext üblichen Dosierung von 0,25–0,5 mg 2× pro Woche (≤1 mg/Woche) über typische Kurdauern von 8–16 Wochen ist das Herzklappenrisiko klinisch nicht relevant (Zanettini et al. 2007: Herzklappenveränderungen erst ab 3 mg/Woche in Langzeitstudien nachweisbar). Bei Dauereinsatz >6 Monate: kardiologische Echokardiographie alle 6–12 Monate empfohlen.

⚠️ Kontraindikationen und Wechselwirkungen:

  • Blutdrucksenkende Medikamente: Additive hypotensive Wirkung → Schwindel, Ohnmachtsrisiko
  • Antidopaminerge Substanzen (Haloperidol, Metoclopramid, Domperidon): Antagonisieren Cabergolin-Wirkung direkt → vermeiden
  • Andere Ergolin-Derivate (Bromocriptin, Pergolid): Additive Wirkung und NW-Potenzierung – keine Kombination
  • Makrolid-Antibiotika (Erythromycin): Erhöhen Cabergolin-Plasmaspiegel; klinisch meist nicht relevant bei Kurzzeit-Antibiotika-Einsatz
  • Alkohol: Verstärkt Übelkeit und Schwindel – während Einnahme vermeiden
  • Schwangerschaft / Stillzeit: Absolut kontraindiziert (hemmt Laktation)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Ergolin-Derivaten

Häufige Nebenwirkungen (klinische Frequenz bei 0,5–1,0 mg/Woche)

Übelkeit ~29 % (mit Mahlzeit deutlich reduziert), Kopfschmerzen ~15 %, Schwindel ~13 %, Verstopfung ~8 %, orthostatische Hypotonie ~6 % (vor allem in den ersten 1–2 Wochen). Die meisten Nebenwirkungen sind transient und klingen innerhalb von 2–4 Wochen nach Therapiebeginn ab – da der Körper die D2-Agonist-Wirkung an peripheren Gefäßen (vasodilatorisch) und am ZNS (Schwindel) kompensatorisch reguliert.

Häufig gestellte Fragen zu CABERMED 0,5

Warum ist Cabergolin dem Bromocriptin für den AAS-Einsatz überlegen?

Cabergolin ist Bromocriptin überlegen, weil es eine ~10-fach höhere D2-Rezeptoraffinität (Ki ~0,7 vs. ~7 nM), eine ~6-fach längere Halbwertszeit (~65 vs. ~10 Stunden) und eine signifikant bessere Verträglichkeit aufweist (Übelkeitsrate 29 % vs. 49–60 %, Abbruchrate 3 % vs. 12 %) – was eine bequeme 2×-pro-Woche-Dosierung statt 2–3×-täglicher Einnahme ermöglicht und die Prolaktin-Normalisierungsrate von 59 % (Bromocriptin) auf 83 % (Cabergolin) erhöht. Der einzige Nachteil von Cabergolin gegenüber Bromocriptin ist das theoretisch höhere 5-HT2B-vermittelte Herzklappenrisiko bei Langzeit-Hochdosis-Exposition – bei AAS-üblichen Kurzdosierungen ≤1 mg/Woche nicht klinisch relevant.

Muss Cabergolin während einer Testosteron-Mono-Kur (ohne 19-Nor-Steroide) eingesetzt werden?

Testosteron allein erhöht Prolaktin nicht direkt – eine Testosteron-Mono-Kur erfordert daher in der Regel kein Cabergolin, es sei denn, Prolaktin ist laborchemisch erhöht oder eindeutige Symptome (Libidoverlust, Galaktorrhö) treten auf. Prolaktin-Erhöhungen unter Testosteron entstehen indirekt durch Aromatisierung zu Östradiol (Estrogen → Prolaktin-Transkription in laktotrophen Zellen ↑) – diese Komponente wird primär durch Arimidex oder Exemestane (Aromasin) adressiert. Cabergolin ist spezifisch indiziert bei 19-Nor-Steroid-Kuren (Nandrolon, Trenbolon) mit progestativ-vermittelter Prolaktin-Erhöhung.

Wie lange dauert es, bis Cabergolin das Prolaktin normalisiert hat?

Bei der Startdosis 0,25 mg 2×/Woche sinkt Prolaktin messbar innerhalb von 48–72 Stunden nach der ersten Dosis; eine vollständige Normalisierung (<15 ng/ml) tritt bei leichter bis mittlerer Hyperprolaktinämie (Prolaktin 15–50 ng/ml) nach 2–4 Wochen ein – bei schwerer Hyperprolaktinämie (>100 ng/ml, z.B. bei Prolaktinom) nach 4–12 Wochen mit Dosierung 0,5–1,0 mg 2×/Woche. Im AAS-Kontext (typische Prolaktin-Erhöhung unter 19-Nor-Steroiden: 20–80 ng/ml) genügt in den meisten Fällen eine Normalisierungszeit von 2–3 Wochen bei 0,25–0,5 mg 2×/Woche.

Kann Cabergolin die Testosteronproduktion direkt steigern?

Cabergolin steigert die Testosteronproduktion nicht direkt, sondern indirekt über die Beseitigung der Prolaktin-induzierten GnRH-Suppression: Prolaktin↓ → GnRH-Pulsatilität ↑ → LH↑/FSH↑ → Leydig-Zellen → Testosteron↑ – dieser Effekt ist klinisch relevant bei Hyperprolaktinämie, aber vernachlässigbar bei Männern mit normalem Prolaktinspiegel. Bei AAS-Anwendern mit vollständig supprimierter HPG-Achse (LH/FSH durch exogenes AAS auf ~0 gedrückt) ist der endogene Testosteron-Anstieg durch Cabergolin während der Kur minimal; der Hauptnutzen liegt in der PCT-Phase, wenn die HPG-Achse beginnt sich zu erholen und Prolaktin-Überhang diese Erholung verzögert.

Weiterführende Ressourcen zur Kur-Unterstützung und PCT

CABERMED 0,5 gehört zur Kategorie der essentiellen Kur-Begleitmittel für 19-Nor-Steroid-Kuren und ist zusammen mit weiteren Schutzsubstanzen unter Während der Steroidkur verfügbar. Für die Östrogenkomponente der Gynäkomastie-Prävention: Arimidex (Anastrozol, nichtsteroidal) oder Exemestane (Aromasin) (Exemestan, steroidal, irreversibel). Für die vollständige PCT nach 19-Nor-Kuren: NOLVAMED 20 (Tamoxifen) als SERM + HCG für Leydig-Zellen-Priming + Cabergolin für die Prolaktin-Komponente. Für Prolaktin-assoziierte sexuelle Dysfunktion als Zusatz: Potenzmittel (PDE5-Inhibitoren) als symptomatisches Komplement bis Prolaktin normalisiert ist. Nandrolon-Decanoat-Kuren und ihr spezifisches Management: Nandrolon Decanoat Kategorie.

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