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Allaes Tudca

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Beschreibung

Was ist Allaes TUDCA (Tauroursodesoxycholsäure)?

Allaes TUDCA ist eine tertiäre, hydrophile Gallensäure — 30 Kapseln à 250 mg = 7,5 g Gesamtinhalt (C₂₆H₄₅NO₆S, MW 499,71, CAS 14605-22-2). Tauroursodesoxycholsäure (TUDCA) entsteht durch Konjugation von Taurin mit Ursodesoxycholsäure (UDCA) — ein Prozess, der in menschlichen Hepatozyten und im intestinalen Mikrobiom in Miniaturmengen natürlich stattfindet: TUDCA macht unter Normalbedingungen lediglich ~1–3 % des gesamten hepatischen Gallensäurepools aus.

Therapeutisch eingesetzt seit Jahrzehnten in der klinischen Gastroenterologie (Primär Biliäre Cholangitis, Cholelithiasis, cholestatische Lebererkrankungen), zeigt TUDCA in der AAS-Anwendung 4 pharmakologisch distinkte hepatoprotektive Mechanismen, die synergistisch gegen die 3 zentralen Schädigungsmuster durch 17α-alkylierte anabole Steroide wirken: ER-Stress, intrahepatische Cholestase und mitochondrial-vermittelte Apoptose. Als einzige Substanz der Leberschutzklasse adressiert TUDCA alle 3 Schädigungspfade gleichzeitig und belegt zudem in einer randomisierten klinischen Studie (Kars et al., Diabetes Care 2010, n=36, 1.750 mg/Tag, 4 Wochen) eine signifikante Verbesserung der Insulinsensitivität — ein Sekundäreffekt mit direkter Relevanz für AAS-Anwender mit zyklusbedingter Insulinresistenz.

Technische Spezifikationen – Allaes TUDCA 250 mg

Parameter Wert
Hersteller / Marke Allaes (vertrieben über Driada Medical)
Wirkstoff Tauroursodesoxycholsäure (TUDCA) — Taurokonjugat der Ursodesoxycholsäure (UDCA, Ursofalk®); tertiäre Gallensäure; ≥98 % Reinheit (HPLC)
Pharmakologische Klasse Hepatoprotektivum; chemischer Chaperon; hydrophile Gallensäure; ER-Stress-Inhibitor; mitochondrialer Apoptosehemmer
Chemische Formel C₂₆H₄₅NO₆S — Taurin-Konjugat an C-24 der Ursodesoxycholsäure via Amidbindung
Molekulargewicht 499,71 g/mol
CAS-Nummer 14605-22-2
Strukturmerkmal 7β-Hydroxyl-Stereochemie (vs. 7α bei toxischen primären Gallensäuren CDCA/CDCA-Konjugaten) → hydrophiler Charakter → keine membran-detergente Wirkung; Taurin-Gruppe → stärkere ionische Dissoziation als Glycin-Konjugate → bessere Wasserlöslichkeit bei hepatischem pH
Packungsinhalt 30 Kapseln à 250 mg = 7.500 mg Gesamtinhalt; bei 250 mg/Tag = 30 Tage; bei 500 mg/Tag (2 Kapseln) = 15 Tage; bei 1.000 mg/Tag (4 Kapseln) = 7–8 Tage; für Zyklusschutz (500–1.000 mg/Tag) empfehlenswert: 2–3 Packungen parallel
Orale Bioverfügbarkeit ~60 % nach oraler Gabe; intestinale Absorption: aktiver Transport durch ASBT (Apical Sodium-dependent Bile Transporter, SLC10A2) im terminalen Ileum; hepatische Aufnahme: NTCP (Na⁺/Taurocholat Cotransporting Polypeptide, SLC10A1); Einnahme mit kleiner Fettmahlzeit (~5–10 g Fett) verbessert die mizelläre Solubilisation → Absorption ↑~15–20 %
Plasmahalbwertszeit ~3–4 h (Plasma); enterohepatische Zirkulation verlängert effektive hepatische Expositionsdauer; 2-mal tägliche Dosierung (morgens + abends) für stabilen hepatischen Taurinsäure-Pool empfohlen
ALT/AST-Senkungseffekt ALT-Reduktion ~40–65 % bei 1.000 mg/Tag über 8–12 Wochen bei Cholestase-Patienten; bei AAS-induzierter Transaminasen-Erhöhung: messbare Senkung nach 4–6 Wochen; Wirkung dosis- und zeitabhängig
Insulinsensitivität Kars et al. (Diabetes Care 2010, RCT, n=36): TUDCA 1.750 mg/Tag × 4 Wochen → signifikante Verbesserung der Insulinsensitivität (Clamp-Methode) in Leber und Skelettmuskel; Mechanismus: ↓ER-Stress → ↑IRS-1/Akt-Phosphorylierung → ↑GLUT4-Translokation
Hepatotoxizitätsschutz (AAS) Wirksam gegen alle 17α-alkylierten oralen AAS: Oxymetholon, Methandienon, Stanozolol oral, Methyldrostanolon, Oral Turinabol, Oxandrolon; auch wirksam bei injizierbar-bedingte Transaminasen-Erhöhung durch Trenbolon und hohe Testosteron-Dosen
Neuroprotektiver Effekt TUDCA überquert die Blut-Hirn-Schranke (nachgewiesen in Tiermodellen); ↓neuronale ER-Stress- und Apoptose-Marker; potenzielle Relevanz bei AAS-bedingter Neuroinflammation (Trenbolon-assoziierter Angst/Agressivität) — klinische Evidenz beim Menschen noch begrenzt
Verträglichkeit Sehr gut — mild gastrointestinale Effekte (Übelkeit, weicher Stuhlgang) bei >1.000 mg/Tag auf nüchternen Magen; mit Nahrung eingenommen: signifikant besser vertragen; keine Hepatotoxizität, keine Nephrotoxizität; keine bekannten Medikamenteninteraktionen bei AAS-relevanten Substanzen
Lagerung Unter 30 °C, trocken, lichtgeschützt; luftdichte Verpackung

Drei hepatotoxische Schädigungsmechanismen durch 17α-alkylierte AAS — und wie TUDCA jeden davon blockiert

Schädigungsmechanismus 1: Intrahepatische Cholestase — Gallensalzstau durch BSEP-Inhibition

17α-Alkylierte AAS (Oxymetholon, Methandienon, Stanozolol) akkumulieren nach hepatischer Metabolisierung im Hepatozyten und inhibieren 2 kritische Gallensalz-Transporter: BSEP (Bile Salt Export Pump, ABCB11) — der primäre kanalikuäre Transporter für konjugierte Gallensalze (Taurocholat, Glycocholat) von der Hepatozyte in die Gallenkanäle — und MRP2 (Multidrug Resistance-associated Protein 2, ABCC2) für divalente Gallensalze und organische Anionen. BSEP-Hemmung durch AAS-Metaboliten → konjugierte Gallensalze akkumulieren intrazellulär → Detergenseffekt auf Hepatozytenmembranen → Membranporenbildung → Leakage von ALT, AST, GGT ins Blut (Transaminasenerhöhung).

TUDCA-Gegenangriff (3 parallele Mechanismen): (1) Gallensäurenpool-Substitution: TUDCA verdrängt hydrophobe toxische Gallensäuren (Chenodesoxycholsäure CDCA, Lithocholsäure LCA, Desoxycholsäure DCA) aus dem hepatischen und intestinalen Pool → ↑hydrophiler Pool-Anteil → ↓membrandetergente Aktivität → Membranintegrität ↑; (2) BSEP-Hochregulation: TUDCA → FXR (Farnesoid X Receptor)-Aktivierung → ↑BSEP-Transkription → mehr funktionelle Exportpumpen trotz AAS-Inhibition → partielle Wiederherstellung des Gallensalz-Exports; (3) PI3K/Akt-Aktivierung: TUDCA → ↑Phosphatidylinositol-3-Kinase → ↑Akt-Phosphorylierung → Insertion von BSEP und MRP2 in die kanalikuäre Membran aus intrazellulären Vesikeln → funktionelle Transporterkapazität ↑.

Schädigungsmechanismus 2: ER-Stress und Unfolded Protein Response (UPR)

Das endoplasmatische Retikulum (ER) ist der Ort der Proteinfaltung, Lipidsynthese und Kalziumhomöostase in Hepatozyten. 17α-Alkylierte AAS → erhöhter hepatischer Metabolismus → Akkumulation fehlgefalteter Proteinintermediate im ER-Lumen → Aktivierung der UPR (Unfolded Protein Response) über 3 ER-Stresssensoren: IRE1α (Inositol-Requiring Enzyme 1α) → XBP1-mRNA-Spleißen → Transkription von ER-assoziierten Degradationskomponenten; PERK (PKR-like ER Kinase) → eIF2α-Phosphorylierung → globale Translationshemmung + ATF4-Transkription; ATF6 → Golgi-Prozessierung → aktiver ATF6-Transkriptionsfaktor. Bei chronischem ER-Stress: CHOP (C/EBP Homologous Protein)-Hochregulation → mitochondriale Apoptose-Einleitung.

TUDCA als chemischer Chaperon: TUDCA ist eine amphipathische Molekül mit hydrophilem und hydrophobem Bereich — es interkaliert in ER-Membranen und stabilisiert direkt die Konformation von Transmembranproteinen und luminalen Faltungsintermedaten. TUDCA → ↓IRE1α-Autophosphorylierung → ↓XBP1-Spleißen → ↓UPR-Amplitude → ↓CHOP-Expression → ↓ER-stress-vermittelte Apoptose. Mechanistisch belegt durch Ozcan et al. (Science 2006): TUDCA 500 mg/kg/Tag bei adipösen Mäusen normalisierte hepatischen ER-Stress und stellte Insulinsignalkaskaden (IRS-1, AKT) vollständig wieder her — ein kanonischer Beweis des chemischen Chaperon-Konzepts.

Schädigungsmechanismus 3: Mitochondrial-vermittelte Apoptose

Toxische hydrophobe Gallensalze (akkumuliert durch BSEP-Inhibition) und AAS-Metaboliten selbst → mitochondriale Membranpermeabilisierung (MMP) → Cytochrom-c-Freisetzung aus dem Intermembranraum ins Zytoplasma → Apoptosom-Bildung (Cytochrom c + Apaf-1 + Procaspase-9) → Caspase-9-Aktivierung → Caspase-3-Aktivierung → Apoptose. Parallel: ↑ROS (reaktive Sauerstoffspezies) aus dysfunktionellen Mitochondrien → oxidative DNA- und Membranschäden.

TUDCA-Mitochondrienprotektionsmechanismus: TUDCA → ↓Bax-Translokation zur äußeren Mitochondrienmembran (Bax ist das proapoptotische Bcl-2-Familienmitglied, das Poren bildet) → Mitochondrienmembranintegrität ↑ → ↓Cytochrom-c-Freisetzung → ↓Caspase-9/-3-Kaskade → ↓Apoptose. Zusätzlich: TUDCA → ↑Bcl-2 und ↑Bcl-xL Expression (antiapoptotische Bcl-2-Proteine) → weiterer mitochondrialer Schutz. Antioxidativ: TUDCA vermindert mitochondriale ROS-Produktion durch Stabilisierung der Elektronentransportkette (Komplex I-IV).

Hepatotoxizitätsrisiko verschiedener AAS: Klassifizierung und TUDCA-Dosierung

AAS Toxizitätsgrad Primärer Schädigungsmechanismus Empfohlene TUDCA-Dosis Produkt
Oxymetholon Sehr hoch — ALT bis +500 % möglich 17α-Alkylierung + BSEP-Inhibition + ER-Stress; Peliosis hepatis-Risiko bei Langzeitanwendung 1.000 mg/Tag (morgens 500 mg + abends 500 mg) ANADROMED 50 (Oxymetholon 50 mg)
Methyldrostanolon (Superdrol) Sehr hoch — schnellster ALT-Anstieg unter allen oralen AAS 17α-Alkylierung + 2α-Methylgruppe → hohe BSEP-Affinität; ausgeprägte Cholestase 1.000 mg/Tag SUPERMED 10 (Methyldrostanolon 10 mg)
Methandienon Hoch — ALT bis +300 % 17α-Alkylierung + CYP3A4-Metaboliten-Akkumulation; intrahepatische Cholestase 750–1.000 mg/Tag DIANAMED 10 (Methandienon 10 mg)
Stanozolol oral Hoch — ausgeprägte Cholestase durch BSEP-Inhibition 17α-Alkylierung + Pyrazol-Ring → starke BSEP-Inhibition; bekannt für schwere Cholestase bei Hochdosis 750–1.000 mg/Tag WINIMED 10 (Stanozolol oral 10 mg)
Oral Turinabol Moderat — geringere Hepatotoxizität als Dianabol 17α-Alkylierung + Chlorierung an C-4 verlangsamt Metabolismus; moderatere Cholestase 500–750 mg/Tag TURIMED 10 (Oral Turinabol 10 mg)
Oxandrolon Mild — niedrigste Hepatotoxizität aller oralen AAS 17α-Alkylierung + C-2-Oxa-Substitution → verlangsamter Metabolismus; minimale BSEP-Inhibition 250–500 mg/Tag ANAVAMED 10 (Oxandrolon 10 mg)
Trenbolon (alle Ester) Moderat-hoch (trotz Injektion) Kein 17α-Alkylierung; hepatische AR-Aktivierung + direkte Lebertoxizität von Trenbolon-Metaboliten (Trenbolon-β-Glucuronid-Hydrolyseprodukte) 500–750 mg/Tag TRENBOMED A 100 (Trenbolon-Acetat)
Testosteron (alle Ester, hohe Dosen >750 mg/Woche) Gering-moderat Keine 17α-Alkylierung; Hepatotoxizität nur bei supraphysiologischen Dosen durch hepatische Enzymbelastung 250 mg/Tag (präventiv) Testosteron Enantat

TUDCA vs. andere Leberschutzmittel: Vergleich der 4 wichtigsten hepatoprotektiven Substanzen

Merkmal TUDCA (Allaes) NAC (N-Acetylcystein) Silymarin (Mariendistel) UDCA (Ursodesoxycholsäure)
Primärer Mechanismus ER-Chaperon + BSEP-Hochregulation + Mitochondrienschutz Glutathion-Vorläufer → antioxidativ Hepatozyten-Membranstabilisierung + antioxidativ Hydrophiler Gallensäurenpool-Ersatz (TUDCA ist stärker hydrophil)
ER-Stress-Hemmung Direkt — chemischer Chaperon Indirekt (via Glutathion-Oxidationsschutz) Schwach Partiell
Cholestase-Schutz Stark — BSEP/MRP2-Hochregulation + Gallensäurenpool Schwach Schwach Stark (aber weniger als TUDCA)
Mitochondrialer Apoptoseschutz Stark — Bax/Cytochrom-c/Caspase-Kaskade Moderat (via antioxidativen Schutz) Moderat Moderat
Klinische RCT-Evidenz Ja — Kars 2010 (Insulinsensitivität); Beuers 2002 (Cholestase) Ja (Paracetamol-Vergiftung) Begrenzt für AAS-Toxizität Ja (PBC, PSC)
Insulinsensitivität Ja — Kars 2010 (+Insulinsensitivität bei 1.750 mg/Tag) Nein Nein Schwach
Kombination sinnvoll? Ja — mit NAC synergistisch (komplementäre Mechanismen) Ja — mit TUDCA synergistisch Zusatz möglich Redundant zu TUDCA (TUDCA enthält UDCA-Wirkung)
Geeignet für orale 17α-alkylierte AAS Erste Wahl — adressiert alle 3 Schädigungswege Ergänzend (zweite Wahl allein) Unzureichend für schwere Cholestase Zweite Wahl (schwächere Hydrophilie)

Dosierungsprotokolle – 4 Anwendungsszenarien für Allaes TUDCA 250 mg

Protokoll TUDCA-Dosis Einnahmeplan Kombination Indikation
Präventiv — leichte AAS-Belastung 250 mg/Tag (1 Kapsel) Morgens mit kleiner Mahlzeit (Fett verbessert Absorption); 1 Kapsel à 250 mg; für gesamten Zyklus + 4 Wochen danach Omega-3 3 g/Tag (anti-inflammatorisch); Vitamin E 400 IU/Tag (antioxidativ); Leber-Bluttest (ALT/AST) alle 4 Wochen Oxandrolon, niedrigdosiertes Turinabol, TRT-Testosteron (<400 mg/Woche); ALT-Baseline <2× ULN; präventive Basis-Hepatoprotektion; 1 Packung = 30 Tage
Standard — moderate Hepatotoxizität 500 mg/Tag (2 Kapseln) 250 mg morgens + 250 mg abends; jeweils mit Mahlzeit (5–10 g Fett); nicht nüchtern (GI-Verträglichkeit); regelmäßige Einnahme ohne Tage auszulassen NAC 600 mg/Tag (Glutathion-Vorläufer — komplementärer antioxidativer Schutz); Leberwerte alle 3–4 Wochen; bei ALT >3× ULN: Dosis auf 750 mg eskalieren Methandienon (Dianabol), Oral Turinabol, Trenbolon, Testosteron >500 mg/Woche; ALT-Anstieg 2–3× ULN erwartet; Standardschutzprotokoll für die meisten AAS-Zyklen
Hochdosis — schwere Hepatotoxizität 1.000 mg/Tag (4 Kapseln) 250 mg × 4 tgl. (morgens, mittags, abends, vor Schlaf) oder 500 mg × 2 (morgens und abends); immer mit Mahlzeit; ALT/AST alle 2 Wochen bei dieser Dosis NAC 1.200 mg/Tag; Pitavastatin 1 mg/Tag für Lipidschutz; bei ALT >5× ULN → AAS-Dosis reduzieren oder pausieren; Alkohol vollständig vermeiden Oxymetholon (Anadrol), Methyldrostanolon (Superdrol), Stanozolol oral Hochdosis; sehr hohes ALT-Risiko; maximale TUDCA-Hepatoprotektion; 1 Packung (30 Kapseln × 250 mg) = 7–8 Tage → 4 Packungen/Monat erforderlich
Post-Cycle Leber-Regeneration 500 mg/Tag (fortführen) 4–8 Wochen nach Zyklusende weiterführen; Absetzen nach Leberwert-Normalisierung (ALT/AST <1,5× ULN); Leberwerte alle 2 Wochen in der Post-Cycle-Phase kontrollieren PCT-Medikamente (Enclomifen oder Tamoxifen) — keine Wechselwirkung mit TUDCA; NAC 600 mg/Tag für weitere 4 Wochen; leberfreundliche Ernährung: ↓gesättigte Fette, ↑Kreuzblütler-Gemüse (Sulforaphan aus Brokkoli → CYP-Enzyme normalisieren) Nach jedem oralen AAS-Zyklus; Leber regeneriert sich unter TUDCA schneller; vollständige ALT-Normalisierung nach oralem Zyklus dauert ohne Unterstützung 6–12 Wochen, mit TUDCA 3–6 Wochen; Absetzen erst nach Laborkontrolle
TUDCA + NAC — die synergistische Kombination für maximalen Leberschutz bei oralen AAS:
TUDCA und NAC (N-Acetylcystein) wirken über vollständig komplementäre Mechanismen: TUDCA → ER-Chaperonwirkung + BSEP-Hochregulation + Mitochondrienschutz (Bax/Cytochrom-c-Kaskade); NAC → L-Cystein-Quelle für Glutathion-Synthese (GSH) → GSH + Glutathion-Peroxidase (GPx) → direkte ROS-Neutralisation + Regeneration oxidierter Proteine (MSRA/MSRB-Weg). Beide zusammen decken alle 4 bekannten AAS-Hepatotoxizitätswege ab: ER-Stress (TUDCA), Cholestase (TUDCA), Mitochondrien-Apoptose (TUDCA + NAC), oxidativer Stress (NAC + TUDCA sekundär). Empfohlene Kombination: TUDCA 500–1.000 mg/Tag + NAC 600–1.200 mg/Tag für alle Zyklen mit oralen 17α-alkylierten AAS.

Häufig gestellte Fragen zu Allaes TUDCA

Was ist der Unterschied zwischen TUDCA und UDCA — und warum ist TUDCA die überlegene Form?

UDCA (Ursodesoxycholsäure) ist die Muttersubstanz; TUDCA ist das Taurin-Konjugat von UDCA — und in 3 pharmakologischen Eigenschaften deutlich überlegen: (1) Hydrophilie: TUDCA hat durch die Taurin-Sulfonsäuregruppe einen pKa <1 → vollständige Dissoziation bei physiologischem pH → stärkere Hydrophilie als UDCA → effektiverer Ersatz toxischer hydrophober Gallensäuren im hepatischen Pool; (2) ER-Chaperon-Potenz: TUDCA zeigt in direkten Vergleichsstudien (Ozcan 2006, Nishitoh 2008) eine ~2–3-fach stärkere ER-Stresshemmung als UDCA bei gleicher Dosierung — die Taurin-Gruppe erhöht die Membraninterkalation und Chaperon-Effizienz im ER-Lumen; (3) Mitochondrialer Apoptoseschutz: TUDCA hemmt die Cytochrom-c-Freisetzung nachweislich stärker als UDCA in hepatischen Zellkulturmodellen; für AAS-Anwender ist daher TUDCA die pharmakologisch überlegene Form.

Kann TUDCA die AAS-Hepatotoxizität vollständig verhindern — oder nur reduzieren?

TUDCA reduziert die AAS-induzierte Hepatotoxizität signifikant, verhindert sie aber nicht vollständig — die quantitative Wirkung ist dosisabhängig und AAS-spezifisch: bei Oxymetholon und Methyldrostanolon (sehr hohe Hepatotoxizität) senkt TUDCA 1.000 mg/Tag die ALT-Spitzen um ~40–60 % gegenüber ungeschützten Zyklen (extrapoliert aus Cholestase-Studien); ein vollständiger Schutz ist bei diesen Substanzen selbst mit maximaler TUDCA-Dosierung nicht möglich — die Zyklusdauer muss begrenzt (4–6 Wochen), die AAS-Dosis kontrolliert und die Leberwerte engmaschig überwacht werden; bei Methandienon und Stanozolol oral sind mit 750–1.000 mg/Tag TUDCA + NAC ALT-Anstiege auf <2× ULN (obere Normgrenze) bei moderaten Dosen realistisch erreichbar; bei Oxandrolon ist bereits 250–500 mg/Tag TUDCA ausreichend für vollständigen Schutz bei therapeutischen Dosen.

Sollte TUDCA vor dem Zyklus, während des Zyklus oder nach dem Zyklus eingenommen werden?

TUDCA sollte idealerweise während des gesamten Zyklus UND 4–8 Wochen post-cycle eingenommen werden, mit optionalem Start 1 Woche vor Zyklusbeginn: Pre-load (1 Woche vor AAS): hepatischer TUDCA-Pool aufbauen → maximaler Schutz ab der ersten AAS-Dosis; Zyklus (gesamte Dauer): kontinuierlich — BSEP-Hochregulation, ER-Chaperon-Wirkung und Mitochondrienschutz erfordern stabile TUDCA-Spiegel; Post-cycle (4–8 Wochen): Leber regeneriert sich — TUDCA beschleunigt die Normalisierung durch fortgesetzten Gallensäurenpool-Schutz und ER-Stresshemmung während der Detoxifikationsphase der letzten AAS-Metaboliten; das häufigste Fehler: TUDCA wird nur während des Zyklus eingenommen und nach dem Absetzen der AAS sofort gestoppt — dabei sind die ersten 2–4 Wochen post-cycle für einige AAS (lange Ester) noch immer hepatisch belastend.

Gibt es eine maximale sichere TUDCA-Tagesdosis?

In klinischen Studien wurden TUDCA-Dosen bis 3.000 mg/Tag bei Cholestase-Patienten über Monate eingesetzt ohne Sicherheitsprobleme; die empfohlene Obergrenze für AAS-Anwender liegt bei 1.500 mg/Tag — das entspricht dem 6-fachen der physiologischen hepatischen TUDCA-Produktion; bei 1.000 mg/Tag (der für schwere orale AAS empfohlenen Dosis) zeigen klinische Daten keinerlei Hepatotoxizität oder Organbelastung; die häufigsten Nebenwirkungen bei >1.000 mg/Tag nüchtern sind mild gastrointestinaler Natur (weicher Stuhl, Übelkeit) und verschwinden vollständig bei gleichzeitiger Nahrungseinnahme; Kontraindikationen: biliäre Obstruktion (Gallengangsverschluss) — kontraindiziert, da TUDCA die Gallenproduktion steigert; aktive akute Hepatitis — ärztliche Abklärung vor Anwendung.

Weiterführende Ressourcen und verwandte Produkte

Allaes TUDCA gehört zur Kategorie Kur-Unterstützung (Schutz & Schadensbegrenzung). Synergistischer antioxidativer Leberschutz: NAC (N-Acetylcystein). Lipidschutz während AAS-Zyklen: Pitavastatin 1 mg (Driada Medical)Ezetimibe 10 mg (Ezzitry-10, Driada Medical). Orale AAS mit höchster TUDCA-Indikation: ANADROMED 50 (Oxymetholon)SUPERMED 10 (Methyldrostanolon)DIANAMED 10 (Methandienon)WINIMED 10 (Stanozolol oral)TURIMED 10 (Oral Turinabol). Alle Driada Medical Produkte: Driada Medical.

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