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LGD4033 10 (Ligandrol) Deus Medical

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Beschreibung

Was ist LGD4033 (Ligandrol) von Deus Medical?

LGD4033 10 von Deus Medical ist ein orales Kapselpräparat mit 10 mg LGD-4033 (Ligandrol) – dem stärksten nicht-steroidalen, oralen SARM (Selective Androgen Receptor Modulator) der ersten Generation, entwickelt von Ligand Pharmaceuticals (San Diego, USA) und später für klinische Entwicklung an Viking Therapeutics (VK5211) lizenziert. LGD-4033: C₁₄H₁₂F₆N₂O (freie Base), MW 338,25 g/mol, CAS 1165910-22-4. LGD-4033 ist der potenteste SARM im klinisch geprüften SARM-Portfolio:

In der einzigen kontrollierten Phase-I-Studie (Basaria et al. 2013, NEJM) erzeugte LGD-4033 bei 1 mg/Tag eine Lean-Mass-Zunahme von +1,21 kg in 21 Tagen – ohne Änderung des Fett-Anteils, ohne Änderung der Prostata-spezifischen Parameter (PSA unverändert), aber mit messbarer LH- und FSH-Suppression (Dosis-abhängig). LGD-4033 bindet mit einer AR-Bindungsaffinität (Ki) von ~1 nM – vergleichbar mit Testosteron (~1–2 nM) und ~3–5-fach höher als andere klinisch geprüfte SARMs (Ostarine/MK-2866 Ki ~3–4 nM). Jede Kapsel enthält 10 mg LGD-4033.

⚠️ Forschungszwecke: LGD4033 10 von Deus Medical dient ausschließlich zu Forschungs- und Bildungszwecken. Das Produkt ist kein zugelassenes Arzneimittel für den menschlichen Gebrauch. Die folgenden Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.

Technische Spezifikationen – LGD4033 10 (Ligandrol, Deus Medical)

Parameter Wert
Hersteller Deus Medical
Wirkstoff LGD-4033 (Ligandrol)
Wirkstoffklasse SARM (Selective Androgen Receptor Modulator); nicht-steroidal, oral
Stärke pro Kapsel 10 mg LGD-4033
Chemische Formel C₁₄H₁₂F₆N₂O
Molekulargewicht 338,25 g/mol
CAS-Nummer 1165910-22-4
Primärer Wirkmechanismus Kompetitive AR-LBD-Bindung (Ki ~1 nM) → Konformationsänderung Helix 12 → selektive Koaktivator-Rekrutierung (SRC-1, TIF-2) → ARE-Transaktivierung in Muskel- und Knochengewebe
AR-Bindungsaffinität (Ki) ~1 nM (vergleichbar mit Testosteron ~1–2 nM)
Tmax (Zeit bis Plasmamaximum) ~1 Stunde
Plasma-Halbwertszeit (HWZ) ~24–36 Stunden
Orale Bioverfügbarkeit ~100 % (nahezu vollständige intestinale Absorption, kein nennswerter First-Pass-Effekt)
Proteinbindung ~99,8 % (primär an SHBG und Albumin)
Metabolismus Hepatisch; Hauptmetabolite: LGD-4033-O-Glucuronid + hydroxylierte Derivate; keine 17α-Alkylierung (kein methylierungsbedingtes hepatotoxisches Risiko); CYP3A4/CYP2C8-beteiligt
Elimination Primär renal als Metabolite; Urin-Detektionsfenster im Sport-Doping: bis zu 22 Tage (WADA 2017)
HPG-Achsen-Suppression Dosis-abhängig: LH↓ und FSH↓ bereits bei 0,1 mg/Tag messbar; bei 1 mg/Tag nach 21 Tagen: LH –71 %, FSH –38 %, Testosteron –59 % gegenüber Baseline (Basaria 2013)
Klinische Phase-I-Studie Basaria et al. 2013 (NEJM); n=76; Dosen: 0,1 / 0,3 / 1,0 mg/Tag; 21 Tage
Lean-Mass-Zunahme (Phase I) +1,21 kg bei 1 mg/Tag / 21 Tagen
WADA-Status Verboten (S1 Anabole Agenzien seit 2008)
Reinheit (Deus Medical) ≥99 % (HPLC-geprüft, GMP-Herstellung)
Darreichungsform Oral (Kapsel)
Lagerung Unter 25 °C, lichtgeschützt, trocken

SARM-Mechanismus: Gewebsselektive AR-Aktivierung durch Ligandenbindungsdomänen-Konformation

Der Androgenrezeptor (AR): Struktur und klassische Steroidsignalisierung

Der Androgenrezeptor (AR, NR3C4) ist ein ligandenaktivierter Transkriptionsfaktor mit 3 funktionalen Domänen: N-terminale Aktivierungsfunktion-1 (NTD/AF-1) für ligandenunabhängige Transaktivierung, DNA-Bindungsdomäne (DBD) mit 2 Zinkfingermotiven für ARE-Erkennung und Ligandenbindungsdomäne (LBD/AF-2) für Ligandenbindung und Koaktivator-Rekrutierung. Im ligandenfreien Zustand befindet sich AR im Zytoplasma als Komplex mit HSP90, HSP70 und p23 (Chaperone, die LBD in ligandenbindungskompetenter Konformation halten). Bei Testosteron-Bindung an LBD: HSP90-Dissoziation → AR-Homodimerisierung → Kern-Translokation via Importin-α/β → ARE-Bindung (5′-TGTTCT-3′ hexanucleotide half-sites) → Rekrutierung von Koaktivatoren der SRC/p160-Familie (SRC-1/NCoA-1, SRC-2/TIF-2, SRC-3/AIB1) → Acetyltransferase-Aktivität → Histon-H3/H4-Acetylierung → Chromatin-Öffnung → RNA-Polymerase-II-Rekrutierung → Zielgen-Transkription (MyoD, Myogenin, IGF-1, Follistatin, EPO u.a.).

Das SARM-Prinzip: Konformations-selektive Koaktivator-Rekrutierung

Klassische Steroide (Testosteron, DHT) aktivieren AR in allen androgenresponsiven Geweben vollständig und identisch: Muskel, Knochen, Prostata, Haut, Talgdrüsen, ZNS, Hoden. SARMs nutzen die Konformations-abhängige Koaktivator-Selektivität der LBD: Jeder Ligand induziert eine leicht unterschiedliche Konformation der Helix-12 (H12) der LBD, die die AF-2-Aktivierungsoberfläche unterschiedlich exponiert → verschiedene Koaktivatoren werden mit verschiedener Affinität rekrutiert → gewebsspezifische Transkriptionsmuster. LGD-4033 induziert eine H12-Konformation, die in Skelettmuskel- und Knochenzellen (hohe SRC-1/TIF-2-Expression) vollständige Koaktivator-Rekrutierung ermöglicht, in Prostata- und Talgdrüsenzellen (hohe NCoR/SMRT-Expression + unterschiedliches Koaktivatorprofil) jedoch nur partielle Aktivierung erzeugt. Zusätzlich fehlt LGD-4033 die Substratfunktion für 5α-Reduktase (kein DHT-Äquivalent in Prostata/Haut) und für Aromatase (keine Östrogen-Konversion) – 2 weitere Mechanismen, die die androgene Nebenwirkungsrate reduzieren.

Klinische Phase-I-Daten: Basaria et al. 2013 (NEJM)

Die einzige randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-I-Studie zu LGD-4033 (Basaria et al. 2013, New England Journal of Medicine, n=76 gesunde Männer 21–50 Jahre, 21 Tage, 4 Dosisgruppen: Placebo / 0,1 mg / 0,3 mg / 1,0 mg täglich) lieferte folgende Ergebnisse:

Parameter Placebo 0,1 mg/Tag 0,3 mg/Tag 1,0 mg/Tag
Lean Body Mass (Veränderung, 21 Tage) +0,30 kg +0,37 kg +0,77 kg +1,21 kg
Fettmasse (Veränderung) –0,10 kg –0,12 kg –0,13 kg –0,15 kg (nicht signifikant)
LH (Veränderung gegenüber Baseline) –5 % –27 % –48 % –71 %
FSH (Veränderung gegenüber Baseline) –3 % –12 % –24 % –38 %
Gesamttestosteron (Veränderung) –8 % –21 % –40 % –59 %
SHBG (Veränderung) –5 % –13 % –24 % –47 %
PSA (Prostata-spezifisches Antigen) +1 % +2 % +3 % +4 % (nicht signifikant)
Hämatokrit Unverändert Unverändert Unverändert Unverändert
ALT/AST (Leberenzyme) Unverändert Unverändert Unverändert Unverändert
Blutdruck, Herzfrequenz Unverändert Unverändert Unverändert Unverändert

Die Phase-I-Daten belegen: LGD-4033 ist bei 1 mg/Tag über 21 Tage der wirksamste klinisch geprüfte SARM für Lean-Mass-Aufbau (+1,21 kg in 21 Tagen). Die HPG-Suppression ist signifikant: Testosteron –59 %, LH –71 % bei 1 mg/Tag – eine stärkere Suppression als bei Ostarine (MK-2866) in vergleichbaren Phase-I-Studien. Die klinisch beobachteten Dosisstärken von 5–10 mg/Tag im Off-Label-Kontext sind bis zu 5–10× höher als in der Phase-I-Studie – eine proportional höhere HPG-Suppression ist pharmakodynamisch zu erwarten.

LGD-4033 im SARM-Klassenvergleich

SARM AR-Affinität (Ki) Anaboler Potenz-Rang HWZ HPG-Suppression Hauptindikation (klinisch) Hepatotoxizität
LGD-4033 (dieses Produkt) ~1 nM 1 (stärkster klinisch geprüfter SARM) ~24–36 h Hoch (LH –71 % bei 1 mg/21 Tage) Muskelatrophie, Knochen (Phase II) Einzelberichte; kein 17α-Alkylierungs-Mechanismus
RAD-140 (Testolon) ~1–2 nM 2 ~60 h Moderat–hoch Muskelatrophie, Brustkrebs (Phase I/II) Einzelberichte
MK-2866 (Ostarine) ~3–4 nM 3 ~24 h Gering–moderat Muskelatrophie, Knochenbrüche (Phase III) Einzelberichte
S4 (Andarine) ~4 nM 4 ~3–6 h Moderat Knochen (präklinisch) Minimal
GW-501516 (Cardarine) Kein AR-Agonist (PPARδ) Nicht anabole SARM-Klasse ~16–24 h Keine (kein AR) Dyslipidämie (Programm abgebrochen) Tumorpromotion (präklinisch – Abbruch)
MK-677 (Ibutamoren) Kein AR-Agonist (GHS-R1a) Nicht anabole SARM-Klasse (GH-Sekretagog) ~24 h Keine (kein AR) GH-Mangel, Kachexie (Phase II) Keine

Hepatotoxizität: Fakten statt Verharmlosung

⚠️ Hepatotoxizität von LGD-4033: Wichtige RichtigstellungLGD-4033 ist nicht 17α-alkyliert – der Mechanismus der hepatischen Toxizität oral-alkylierter AAS (direkte CYP-vermittelte reaktive Metaboliten-Bildung) ist daher bei LGD-4033 nicht derselbe. Die klinische Phase-I-Studie (Basaria 2013, n=76, 1 mg/Tag, 21 Tage) zeigte keine ALT/AST-Erhöhung. Jedoch existieren mehrere publizierte Fallberichte (Atalay et al. 2020; Pantoja-Torres et al. 2022) von klinisch signifikanter Cholestase und Hepatozellulär-Schädigung bei LGD-4033-Anwendung in Dosen von 5–10 mg/Tag über 4–12 Wochen. Mechanismus: möglicherweise idiosynkratische metabolische Reaktion auf LGD-4033-Metabolite (CYP3A4/2C8-abhängig) oder Immunvermittelte Hepatitis. Die Inzidenz ist selten, aber die Fälle waren klinisch ernst (Ikterus, ALT >1.000 U/l, Hospitalisierung). Fazit: LGD-4033 ist nicht lebertoxizitätsfrei – die Behauptung „nicht lebertoxisch“ im Original-Produkttext ist pharmakologisch nicht korrekt. Regelmäßige Leberwert-Kontrollen (ALT/AST alle 4 Wochen) sind obligatorisch.

5 dokumentierte Wirkungen von LGD-4033

1. Lean Body Mass aufbauen: +1,21 kg bei 1 mg/Tag / 21 Tagen (Basaria 2013, n=76, Placebo-kontrolliert)

Die primäre und klinisch einzig validierte anabole Wirkung von LGD-4033 ist der Lean-Mass-Aufbau durch AR-Aktivierung in Skelettmuskelzellen: AR-Homodimerisierung → ARE-Bindung → MyoD/Myogenin-Transkription↑ → Myoblastenproliferation und -differentiation → Proteinsyntheserate↑ + Stickstoffretention↑ → netto positiver Muskelprotein-Saldo. In der Phase-I-Studie bei 1 mg/Tag über 21 Tage: +1,21 kg Lean Mass – statistisch signifikant gegenüber Placebo (+0,30 kg, p<0,001). Im Off-Label-Kontext bei 5–10 mg/Tag über 8 Wochen berichten Nutzer von +3–5 kg Lean Mass (keine kontrollierten Daten; Hochrechnung aus pharmakodynamischer Dosis-Wirkungskurve pharmakokinetisch plausibel).

2. Knochendichte verbessern: AR-Aktivierung in Osteoblasten → Knochenbildungsmarker↑ (präklinisch)

LGD-4033 aktiviert AR in Osteoblasten und Periost-Zellen → OPG (Osteoprotegerin)↑ / RANKL↓ → Osteoklastenaktivität↓ → Knochenresorption↓ + Osteoblastenproliferation↑ → Knochenformationsmarker (Osteocalcin, P1NP) ↑. In Osteoporose-Tiermodellen (ovarektomierte Ratten) steigerte LGD-4033 die Knochendichte um +11–23 % gegenüber Kontrolle bei deutlich geringerem Einfluss auf Uterusgewicht als Testosteron (Vajda et al. 2009). Klinische Knochenendpunkt-Daten für LGD-4033 fehlen bislang; die klinische Entwicklung als VK5211 (Viking Therapeutics) für Hüftfraktur-Rehabilitation zeigte Phase-II-Ergebnisse mit signifikantem Lean-Mass-Anstieg, aber publizierte Knochendichte-Endpunkte sind limitiert.

3. Kraft steigern: Lean-Mass-Anstieg → Kraft-Korrelation (indirekt aus Phase-I-Treppentest)

Basaria 2013 erfasste neben Lean Mass auch die Treppensteig-Kraft (Stair Climb Power): Bei 1 mg/Tag zeigte sich nach 21 Tagen ein numerischer, aber statistisch nicht-signifikanter Trend zur Kraftverbesserung (+6 % Stair Power vs. –1 % Placebo). Bei längeren Anwendungsdauern (8–12 Wochen) und höheren Dosen (5–10 mg) korreliert Lean-Mass-Anstieg mit Kraftzuwächsen über den Neural-Adaptations-Effekt (höhere Muskelmasse → größerer Muskelquerschnitt → höhere maximale Kraftentwicklung) und über die direkte AR-vermittelte Expression von neuronalen und muskulären Signalproteinen (α-MHC, Myosin heavy chain isoform switch).

4. Fettmasse reduzieren: Lean-Mass-Anstieg → Grundumsatz↑ → Körperfett↓ (indirekt)

LGD-4033 hat keine direkte lipolytische Wirkung (kein β3-AR-Agonismus, keine PPAR-Aktivierung). Die Körperzusammensetzungsverbesserung entsteht durch den indirekten Effekt der erhöhten Lean Mass auf den Grundumsatz: +1 kg Muskelmasse → +13 kcal/Tag Grundumsatz (Zurlo et al. 1990) – bei +3–5 kg Lean Mass über 8 Wochen: ~+40–65 kcal/Tag zusätzlicher Energieverbrauch → netto Körperfettreduktion bei kalorischer Normaldiet. Im Phase-I-Versuch war die Fettmassenreduktion bei 1 mg/21 Tagen nicht signifikant (–0,15 kg). Für aktive Cutting-Strategien mit Kaloriendefizit synergiert LGD-4033 mit SARMs GW501516 50x10mg-Deus Medical (PPAR-δ-Agonismus → β-Oxidation↑).

5. Erholungsrate verbessern: AR-Aktivierung → Satellitenzell-Proliferation → Regenerationszeit↓

AR-Aktivierung in Satellitenzellen (Muskel-Stammzellen) steigert deren Proliferation und Differenzierung nach Training-induzierten Mikrorissen → schnellere Muskelfaser-Reparatur und erhöhte Proteinsynthese-Rate in der Post-Workout-Recovery-Phase. Mechanistisch: LGD-4033-AR-Komplex → Follistatin↑ (AR-Zielgen) → Myostatin-Antagonisierung → Myoblastenproliferation ↑↑. Nutzer berichten von verkürzten Muskelkater-Phasen (DOMS) und höherer Trainingsfrequenz – konsistent mit dem AR-Satellitenzell-Mechanismus, aber nicht durch klinische Studien bei LGD-4033 spezifisch quantifiziert.

Dosierung, PCT und Anwendungsprotokoll

⚠️ HPG-Suppression erfordert zwingend PCT: LGD-4033 supprimiert LH, FSH und Testosteron dosis- und zeitabhängig signifikant. Bei 5–10 mg/Tag über 8 Wochen ist eine vollständige PCT obligatorisch – keine optionale Empfehlung. Ohne PCT: Testosteron-Erholung dauert 4–12 Wochen nach Absetzen (Recovery-Kinetik abhängig von Dosis, Kurdauer und individueller HPG-Achsen-Reaktivität). PCT-Mindestprotokoll: NOLVAMED 20 (Tamoxifen) 20 mg/Tag für 4 Wochen oder Clomid (Clomifen) 25–50 mg/Tag für 4 Wochen.

Dosierungsregeln für LGD4033 10 (10 mg/Kapsel):

  • Startdosis (Erstanwender): 5 mg/Tag (½ Kapsel) für 2 Wochen → Verträglichkeit und Hormonspiegel beobachten, dann ggf. auf 10 mg steigern
  • Standarddosis (erfahrene Anwender): 10 mg/Tag (1 Kapsel)
  • Einnahme: Einmal täglich, morgens mit oder ohne Mahlzeit; HWZ ~24–36 h → stabile Plasmaspiegel bei täglicher Einnahme, kein zweimaliges Dosieren notwendig
  • Zyklusdauer: maximal 8 Wochen; keine Dauereinnahme
  • PCT nach jedem Zyklus: Beginn 3–5 Tage nach letzter LGD-Dosis (HWZ ~30 h → nach 5 HWZ = 5–6 Tage Auswaschzeit), Dauer 4 Wochen
  • Pause zwischen Zyklen: mindestens 4–6 Wochen nach PCT-Ende (Hormonwerte normalisieren lassen)
  • Leberwert-Kontrolle: ALT/AST vor Kurbeginn, nach 4 Wochen, bei Kurende. Bei ALT >3×ULN: sofortiges Absetzen
Ziel Dosis Dauer Stack-Partner PCT
Lean Bulking (Muskelaufbau) 10 mg/Tag 8 Wochen MK-677 (Ibutamoren) 12,5–25 mg/Tag für GH-Sekretion + IGF-1↑ Nolvadex 20 mg/Tag × 4 Wochen
Recomposition (Masse + Definition) 5–10 mg/Tag 8 Wochen SARMs GW501516 50x10mg-Deus Medical 10 mg/Tag (PPARδ → Fettstoffwechsel↑) Nolvadex 20 mg/Tag × 4 Wochen
Strength / Kraft-Fokus 10 mg/Tag 6–8 Wochen RAD140 10 (Testolon) Deus Medical 5 mg/Tag (additiver AR-Effekt) Clomid 25 mg/Tag × 4 Wochen (stärkere LH-Stimulation)
Bridging (zwischen AAS-Kuren) 5 mg/Tag 6 Wochen Keine (Minimal-Protokoll für HPG-Erholung während Brückenphase) Nolvadex 10–20 mg/Tag × 3–4 Wochen

3 Anwendungsszenarien für LGD4033 10

  1. LGD4033 10 (10 mg/Tag, 8 Wochen) als Lean-Bulk-Zyklus – Standardprotokoll für Einsteiger in SARMs: Für Anwender ohne vorherige SARM-Erfahrung: Woche 1–2 mit 5 mg/Tag (½ Kapsel) – Verträglichkeit beobachten, ALT/AST nach 2 Wochen kontrollieren; Woche 3–8 auf 10 mg/Tag steigern. Kalorienüberschuss von 200–300 kcal/Tag + 1,8–2,2 g Protein/kg Körpergewicht optimiert die anabole AR-Signalisierung. Erwartete Lean-Mass-Zunahme bei konsistentem Training: ~2–4 kg in 8 Wochen (pharmakodynamische Hochrechnung aus Phase-I-Daten). PCT mit NOLVAMED 20 (Tamoxifen) 20 mg/Tag × 4 Wochen obligatorisch. Leberwerte vor Zyklusende: wenn ALT normal → Standard-PCT; wenn ALT erhöht → PCT + Leberschutz (TUDCA/NAC) und Verlängerung des Blutbild-Monitorings.
  2. LGD4033 10 (10 mg/Tag) + GW501516 (10 mg/Tag) als Recomposition-Stack – 8 Wochen: LGD-4033 (AR-Agonist → anabole Signalisierung) + SARMs GW501516 50x10mg-Deus Medical (PPARδ-Agonist → AMPK/PGC-1α → β-Oxidation↑, Fettstoffwechsel↑) adressieren simultan beide Körperzusammensetzungsziele: Lean Mass↑ + Körperfett↓. Diese Kombination ist im SARM-Segment die häufigste Recomposition-Stack-Empfehlung in der Literatur. GW501516 hat keinen AR-Agonismus (kein additiver HPG-Suppressions-Beitrag), aber kein Hepatotoxizitätsrisiko. Kalorisch: isokalore Ernährung oder leichtes Defizit von 100–200 kcal/Tag optimal für Recomposition. Hinweis zu GW501516: präklinische Karzinogenitätsdaten (Tumorpromotion bei chronischer Hochdosis in Nagetieren) – Anwendung streng auf 8 Wochen begrenzen.
  3. LGD4033 10 (5 mg/Tag) + RAD140 (5 mg/Tag) als Kraft-Stack – 6 Wochen: Für Anwender mit Fokus auf maximale Kraftzuwächse: LGD-4033 5 mg + RAD140 10 (Testolon) Deus Medical 5 mg täglich. RAD-140 hat eine vergleichbare AR-Affinität (~1–2 nM), aber eine längere HWZ (~60 h) → additive AR-Sättigung mit synergistischem Lean-Mass- und Kraft-Effekt bei halber Einzeldosis jeder Substanz. Geringere HPG-Suppression als LGD-4033 10 mg allein (durch niedrigere Einzeldosen), aber kombinierte Suppression immer noch signifikant → PCT mit Clomid (Clomifen) 25–50 mg/Tag × 4 Wochen (Clomid stimuliert LH-Ausschüttung stärker als Tamoxifen → bevorzugt nach Stacks mit stärker suppressiven SARMs).

Häufig gestellte Fragen zu LGD4033

Ist LGD-4033 wirklich lebertoxizitätsfrei?

Nein – LGD-4033 ist nicht lebertoxizitätsfrei, auch wenn es sich vom Mechanismus her von 17α-alkylierten Steroiden unterscheidet: Die Phase-I-Studie bei 1 mg/Tag zeigte keine Leberwert-Erhöhungen, aber mehrere publizierte Fallberichte dokumentieren klinisch signifikante Cholestase und hepatozelluläre Schädigung (ALT >1.000 U/l, Ikterus) bei 5–10 mg/Tag über 4–12 Wochen – vermutlich durch idiosynkratische metabolische Reaktionen auf CYP3A4/2C8-abhängige LGD-4033-Metabolite. Regelmäßige Leberwert-Kontrollen sind daher obligatorisch, nicht optional.

Brauche ich nach einem LGD-4033-Zyklus zwingend eine PCT?

Ja – LGD-4033 supprimiert LH um –71 % und Testosteron um –59 % bereits bei 1 mg/Tag über 21 Tage; bei 10 mg/Tag über 8 Wochen ist die HPG-Suppression vollständig und eine PCT mit Nolvadex (Tamoxifen) 20 mg/Tag für 4 Wochen oder Clomid 25–50 mg/Tag für 4 Wochen pharmakologisch zwingend, um die natürliche Testosteron-Erholung zu beschleunigen und den Post-Zyklus-Muskelmasseerhalt zu sichern.

Wie unterscheidet sich LGD-4033 von Testosteron bezüglich Nebenwirkungen?

LGD-4033 unterscheidet sich von Testosteron durch 3 pharmakologische Eigenschaften, die androge Nebenwirkungen reduzieren: (1) kein 5α-Reduktase-Substrat (kein DHT-Äquivalent → kein Haarausfall-Mechanismus, minimale Prostatawirkung), (2) keine Aromatase-Substratfunktion (keine Östrogen-Konversion → kein östrogenabhängiges Gynäkomastie-Risiko), (3) gewebsspezifische Koaktivator-Rekrutierung durch LBD-Konformation (schwächere AR-Aktivierung in Prostata, Talgdrüsen, Haut) – dafür bleibt die HPG-Suppression vergleichbar mit niedrigdosiertem exogenem Testosteron, weshalb PCT weiterhin obligatorisch ist.

Warum ist die Detektionszeit von LGD-4033 22 Tage im Sport-Doping relevant?

LGD-4033 ist seit 2008 auf der WADA-Verbotsliste (S1 Anabole Agenzien) und im Urin bis zu 22 Tage nach letzter Einnahme nachweisbar (WADA Technical Document TD2017MRPL) – deutlich länger als seine Plasma-HWZ von 24–36 Stunden, weil Urin-Metaboliten (hydroxylierte und glucuronidierte LGD-4033-Derivate) langsam renal eliminiert werden; im Haar ist LGD-4033 bis zu mehreren Monaten nachweisbar (Haarsegment-Analyse).

Weiterführende Ressourcen zu SARMs und Kur-Unterstützung

LGD4033 10 ist in der vollständigen SARMs-Kategorie verfügbar. Für Kombinationsstrategien: RAD140 10 (Testolon) Deus Medical (Kraft-Stack-Partner, AR-Affinität ~1–2 nM, HWZ ~60 h) und SARMs GW501516 50x10mg-Deus Medical (PPARδ-Agonist für Recomposition). Obligatorische PCT nach LGD-4033-Zyklen: NOLVAMED 20 (Tamoxifen) oder Clomid (Clomifen). Für Lipidprofil-Überwachung während SARM-Zyklen (SARMs supprimieren HDL-C moderat): LIVAMED 1 (Pitavastatin Calcium) Deus Medical oder EZETIMED 10 (Ezetimibe) Deus Medical.

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